Home > News > Dienstag, 12. Oktober 2010
Updated: 18.12.2012 16:22
Aktuelle Meldungen im neuen LabourNet Germany

Liebe KollegInnen,

neu im LabourNet Germany am Dienstag, 12. Oktober 2010:

I. Branchen > Auto: Daimler > Werk in Berlin: »Alternative« soll raus

Nein zu Funktionsverboten für Mustafa Efe, Fehmiye Utku und Martin Franke - Nein zu Ausschlüssen weiterer KollegInnen

Nach aktuellen Informationen tagt der Vorstand der IG Metall am 8. November und voraussichtlich sind die Sanktionen gegen die KollegInnen der Alternative auf der Tagesordnung. Der Ortsvorstand in Berlin hat Funktionsverbote für zwei Jahre gegen Mustafa Efe, Fehmiye Utku und Martin Franke sowie Rügen gegen weitere 15 KollegInnen empfohlen. Da der Vorstand über das gesamte Untersuchungsverfahren befindet, ist auch möglich, dass er der Empfehlung der Untersuchungskommission folgt, dass Mustafa, Fehmiye und Martin ausgeschlossen werden sollen. In jedem Fall sollte es jetzt nochmal so viele Protestbriefe oder Protestresolutionen wie möglich geben. Auch die Funktionsverbote dürfen nicht hingenommen werden. Im Anhang ist ein Musterbrief pdf-Datei.
Wir bitten euch, so schnell wie möglich, aber spätestens bis zum 5. November Proteste abzusenden an die folgenden Adressen:
IG Metall Vorstand, 60519 Frankfurt, Fax +49 69 6693-2843
Berthold Huber, Vorsitzender der IG Metall (berthold.huber@igmetall.de), Detlef Wetzel, Stellv. Vorsitzender der IG Metall (detlef.wetzel@igmetall.de), in Kopie bitte an soli_mit_alternative@yahoo.de

II. Branchen > Auto: Daimler > Werk in Berlin > Alternative. Alternative Metaller bei DaimlerChrysler Berlin. Für die Kolleginnen und Kollegen im Daimler-Werk Berlin-Marienfelde

Ausgabe Nr. 28 vom 12. Oktober 2010 ist erschienen

Darin: "Konzernprofite sprudeln wieder + September höchster Absatz in Konzerngeschichte + 6 Mrd Euro Gewinn 2010 anvisiert: Jetzt ran an die Profite!"; "Wo bleibt der heiße Herbst?"; "KVP vernichtet Arbeitsplätze"; "Wieder Absageschichten!"; ""Alternative" in Kassel"; "aus den bereichen"; "Unglaubliche Brutalität" - Interview mit Michael Clauss, IGM-Betriebsrat Stuttgart Untertürkheim"; "Ausschlüsse vorerst abgewehrt!". Zur Ausgabe 28 pdf-Datei

III. Branchen > Auto: GM/Opel > Bochum > Übernahmekampf der Azubis

Der leidvolle Klageweg einer kämpferischen Opel-Jugendvertreterin. Erneuter Etappensieg im jahrelangen Rechtsstreit

Artikel von Norbert Arbeiter in NRhZ-Online externer Link - Neue Rheinische Zeitung, Online-Flyer vom 11.10.2010

IV. Branchen > Dienstleistungen: Transportwesen > Bahn allgemein > Proteste gegen das Bahnprojekt Stuttgart 21

Stuttgart 21: Wenn Widerstand zur Straftat wird...

"Das Stuttgarter "Bündnis für Versammlungsfreiheit" hat anlässlich des Polizeieinsatzes am 30. September in Stuttgart einen neuen Flyer veröffentlicht. Der Text des auch als Druckvorlage zur Verfügung stehenden Flyers im Wortlaut: Wenn Widerstand zur Straftat wird..." Der Flyer auf der Webseite von Thomas Trueten vom 12.10.2010 externer Link

V. Branchen > Dienstleistungen: Transportwesen > Speditionen und Logistik - allgemein

Doppelte Botschaften aus der Chefetage

"Arbeitsrecht-Wild-West bei der Med-Trans GmbH (MTG): Das insolvente Familien-Unternehmen für Krankentransporte versucht offenkundig, die Wahl eines Betriebsrates und die dafür notwendige Wahl eines Wahlvorstandes am morgigen Dienstag zu verhindern. Vermutliche Kandidaten haben ihre "betriebsbedingte Kündigung" erhalten und sind ab sofort von der Arbeit freigestellt worden." Artikel von Kai von Appen in der TAZ vom 11.10.2010 externer Link

VI. Diskussion > (Lohn)Arbeit: Realpolitik > Hilfe > ALG II - Leistungen und Auswirkungen

Hartz-IV-Zuverdienst: Neuregelung Frechheit in Häppchen

Eine Koalitionsrunde heckt eine Reform der Zuverdienst-Möglichkeiten für Hartz-IV-Empfänger aus - doch kaum jemand profitiert davon. Es entsteht ein fataler Eindruck. Ein Kommentar von Johannes Aumüller in Süddeutsche Zeitung vom 08.10.2010 externer Link. Siehe dazu auch:

VII. Diskussion > (Lohn)Arbeit: Realpolitik > Hilfe > ALG II - Leistungen und Auswirkungen > Hartz IV nach dem Bundesverfassungsgericht

Politische Berechnungsgrundlagen

VIII. Diskussion > (Lohn)Arbeit: Realpolitik > Hilfe > ALG II und Kinder/Jugendliche: Gutscheine statt Geld für Hartz-IV-Kinder

GEW: "Mehr Geld für Schulen - keine Gelddruckmaschine für private Nachhilfeinstitute"

"Gewerkschaft zum geplanten "Bildungspaket" aus dem von der Leyen-Ministerium. Mehr Geld und Personal für die Schulen, damit alle Kinder und Jugendlichen bestmöglich gefördert werden können, hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mit Blick auf das von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) geplante "Bildungspaket" angemahnt. "Die Förderung leistungsschwächerer Schüler gehört in die Schule, nicht in private Nachhilfeinstitute." GEW-Mitteilung ohne Datum externer Link

IX. Diskussion > (Lohn)Arbeit: Realpolitik > Hilfe > ALG II und Kinder/Jugendliche: Elterngeld - Der Angriff der Politik auf die "falschen Kinder"

Ohne Zustimmung des Parlaments. Schafft Arbeitsagentur schon Fakten bei Hartz IV?

"Aktuelle Kürzungsbescheide der Bundesagentur für Arbeit (BA) an Hartz-IV-Empfänger sorgen für Irritationen: Darin werden die zum 1. Januar geplanten Kürzungen - etwa beim Elterngeld - bereits berücksichtigt, obwohl Bundestag und Bundesrat noch nicht zugestimmt haben." Tagesschaumeldung vom 08.10.2010 externer Link

X. Diskussion > (Lohn)Arbeit: Realpolitik > Hilfe > 1-Euro-Jobs > Träger der Jobs - die "Kopfgeldjäger"

120 Ein-Euro-JobberInnen im Möbelverbund: Die ARGE zerstört in Köln selbstverwaltete Betriebe und Selbsthilfestrukturen

"Die Kölner ARGE will in verschiedenen Projekten des Kölner "Möbelverbund" (Verbund gemeinnütziger Kölner Möbellager e.V.) 120 MAE-Stellen einrichten (Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung - besser bekannt als "1EURJobs"). Die Arbeitslosen sollen u.a. bei Umzügen und Entrümpelungen eingesetzt werden. Den Projekten entstehen für diese ArbeiterInnen keine Lohnkosten, und sie bekommen für die Arbeit der Arbeitslosen sogar noch zusätzliche Gelder von der ARGE ("Arbeitsgemeinschaft", der Zusammenschluss von Arbeitsamt und Sozialamt zwecks Verwaltung der EmpfängerInnen von Arbeitslosengeld 2). Von den Kunden brauchen diese Entrümpler dann nicht mehr viel zu verlangen - ist ja alles schon aus öffentlichen Geldern bezahlt. Die ARGE betreibt damit Lohndumping; die Löhne in diesem Bereich werden noch weiter gedrückt werden. Für Selbsthilfegruppen wie SSK und SSM könnte das ökonomisch das Ende bedeuten. Die ARGE schafft keine Arbeitsplätze, im Gegenteil: sie zerstört vorhandene ." Artikel von Sozialistische Selbsthilfe Köln (SSK) in NRhZ-Online externer Link - Neue Rheinische Zeitung, Online-Flyer vom 14.09.2005

Essen: Kritik an Ein-Euro-Jobs empört Stadtspitze

"Die Stadtspitze weist die Kritik zurück, man habe mit Hilfe der Bundesgelder zu viele Langzeitarbeitslose in ABM-Maßnahmen oder Ein-Euro-Jobs ohne größere Berufsperspektive geschickt. Mit ihren deutlichen, von Statistiken untermauerten Aussagen über die Schwächen der bisherigen Arbeitsmarktpolitik in Essen hat Arbeitsagentur-Chefin Katja Wilken-Klein in der Rathaus-Spitze und bei CDU- wie SPD-Politikern einen Sturm der Entrüstung ausgelöst." Artikel von Peter Szymaniak in Der Westen online vom 03.10.2010 externer Link

XI. Diskussion > Arbeitsalltag: Arbeitsbedingungen allgemein

Mobilisierung nötig. Unternehmer nutzen Krise zur Leistungsverdichtung. IG Metall sieht »stille Revolution« und sucht nach Antworten

"Die Wirtschaftskrise scheint vorbei. Viele Betriebe laufen erneut auf Hochtouren, die Konzerne verdienen wieder ordentlich, und manche stellen sogar neue Mitarbeiter ein. Doch auf die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten hat sich das alles nicht positiv ausgewirkt. Im Gegenteil: Die im Zuge der Absatzflaute durchgesetzte Leistungsverdichtung wird in vielen Betrieben auch im Aufschwung konserviert. Darauf hat Hans-Jürgen Urban, Mitglied im geschäftsführenden Vorstand der IG Metall, bei einer Veranstaltung des Bund-Verlags Ende vergangener Woche auf der Frankfurter Buchmesse hingewiesen." Artikel von Herbert Wulff in junge Welt vom 12.10.2010 externer Link

XII. Diskussion > Arbeitsalltag: Entlohnung > Lohnabstandsgebot - eine erneut falsche Debatte

Anständig. Das Lohnabstandsgebot ist eine tolle Sache. Vor allem ist es sofort zu verstehen, also eine ganz einfache, intuitiv zugängliche Sache.

"Jene Einkommen, die einem Menschen als Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld gewährt werden, müssen einen deutlichen Abstand zu den unteren Einkommen derjenigen haben, die einer geregelten Arbeit nachgehen; alles andere wäre ja auch voll ungerecht. Aber das Lohnabstandsgebot kann noch viel mehr. So lassen sich die Einkommen der unteren Lohngruppen am Arbeitsmarkt durch zweite und dritte Arbeitsmärkte ganz regulär immer weiter nach unten drücken, weshalb es dann sogar gerecht wäre, wenn ein Hartz-IV-Empfänger für sein Nixtun auch nix bekommt." Kolumne von Christian Schlüter in der FR vom 27.9.2010 externer Link

XIII. Diskussion > Grundrechte > Kommunikationsfreiheit und Datenschutz > Netzzensur

Facebook löscht Anti-NPD-Blog

"Ein preisgekrönter Blog, der über die rechtsextreme Szene informiert, ist aus dem Netzwerk verschwunden. Hasserfüllte Seiten seien nicht gestattet, heißt es zur Begründung. Die NPD ist weiter online.." Artikel von Andreas Speit in der Taz vom 11.10.2010 externer Link. Siehe dazu:

  • Verbraucherschutzministerin: Online-Netzwerke sollen "Hausrecht" gegen Nazis nutzen
    "Im Kampf gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus im Netz hat Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) die Betreiber von Sozialen Netzwerken ermutigt, ihr "Hausrecht" zu nutzen und Nazis auszusperren. "Mit dem Hausrecht haben sie geeignete Mittel in der Hand", sagte die Ministerin am Montag in Berlin zum Start der Kampagne "Soziale Netzwerke gegen Nazis"." Meldung vom 11.10.2010 bei heise online externer Link

XIV. Diskussion > Grundrechte > Kommunikationsfreiheit und Datenschutz > Kampagne gegen die Volkszählung 2011

AK Zensus kündigt weitere Proteste gegen die Volkszählung 2011 an. Verfassungsbeschwerde nicht zur Entscheidung angenommen - Keine inhaltliche Stellungnahme durch das Bundesverfassungsgericht

"Der AK Zensus bedauert, dass das Bundesverfassungsgericht mit Beschluss vom 21. September 2010 die vom Arbeitskreis initiierte Verfassungsbeschwerde gegen die Volkszählung 2011 nicht zur Entscheidung angenommen hat. Die Annahmevoraussetzungen lägen nicht vor, insbesondere sei die Verfassungsbeschwerde nicht ausreichend detailliert begründet, begründete das Gericht seine Entscheidung. Mit der im Juli eingereichten Beschwerde hatten vier Beschwerdeführer mitsamt 13.077 Unterstützern das der Volkszählung zugrunde liegende Zensusgesetz kippen wollen. Der AK Zensus wird nun mit weiteren juristischen Mitteln versuchen, die Volkszählung 2011 noch zu verhindern und vor allem auch auf die Möglichkeiten des zivilen Ungehorsams aufmerksam machen." Pressemitteilung vom 12. Oktober 2010 externer Link. Siehe dazu:

XV. Diskussion > Grundrechte > Kommunikationsfreiheit und Datenschutz > Datenschutz > Vorratsdatenspeicherung

Vorratsspeicherung gefährdet Menschenleben!

"Nach einem heute veröffentlichten Bericht von Bürgerrechtlern würde die von Bundesinnenminister de Maizière und BKA-Präsident Ziercke befürwortete Erfassung aller Telekommunikationsverbindungen den Schutz von Kindern und Menschenleben gefährden: Die Nachverfolgbarkeit anonymer Anrufe bei Beratungsstellen würde verhindern, dass potenzielle Täter von geplanten Gewalttaten abgebracht werden können." Pressemitteilung des AK Vorrat vom 08.10.2010 externer Link. Siehe dazu: Der Bericht "Sicherheit geht vor Sammelwut - Vorratsspeicherung gefährdet Menschenleben" externer Link pdf-Datei

Datenschützer kritisiert BKA-Beharren auf der Vorratsdatenspeicherung

Artikel von Stefan Krempl vom 05.10.2010 bei heise online externer Link

XVI. Diskussion > Grundrechte allg. > allgemein- grundrechtliche Demonstrationen und Aktionen: Kongress Öffentlichkeit und Demokratie am 01. bis 03. Oktober in Berlin: Schafft eine demokratische Öffentlichkeit!

  • Lasst uns eine demokratische Öffentlichkeit schaffen!
    Abschlusserklärung externer Link pdf-Datei zum Kongress Öffentlichkeit und Demokratie vom 1.-3. Oktober 2010

  • Die »Weisheit der vielen«. Kongreß »Öffentlichkeit und Demokratie« in Berlin: Teilnehmer fordern mehr Partizipation und Informationsfreiheit
    Bericht von Claudia Wangerin in junge Welt vom 04.10.2010 externer Link. Aus dem Text: ". Als die Industriesoziologin und Labournet-Redakteurin Mag Wompel über Gegenöffentlichkeit referierte, stießen sich einzelne Zuhörer an diesem Begriff und wollten lieber von demokratischer Öffentlichkeit für alle sprechen. Wompel, die bereits eine Razzia erlebte, bei der mehrere Computer beschlagnahmt wurden, hob die Wichtigkeit des Datenschutzes für die Informationsfreiheit hervor. Viele ihrer Informanten stünden unter existentiellem Druck und müßten sich bei der Weitergabe von Fakten aus der Arbeitswelt auf ihre Anonymität verlassen können. Allerdings sei Informationsfreiheit auch ein Recht, das die Medienkonsumenten sich aktiv nehmen müßten - vielen stünde die Bequemlichkeit im Weg."

  • Kriegsbilder, Kunst und Castor-Schottern
    Beim Kongress "Öffentlichkeit und Demokratie" sprechen an drei Tagen über 130 Referenten über Medien, Transparenz und Politik. Ein Einblick in die Veranstaltung. Bericht von Jonas Jansen vom 04.10.2010 im Freitag-Blog externer Link

  • Öffentlichkeit und Demokratie
    "Was ist eine Utopie? Über die sichere Endlagerung von Atommüll in 500 Jahren zu sprechen, 75 Milliarden Euro Staatsausgaben zu haben oder der Aufruf, Demokratie zu einer Lebensform zu machen (Oskar Negt)? Am Wochenende trafen Journalisten, Verbände, Initiativen, Gewerkschaften zum Kongress "Öffentlichkeit und Demokratie" zusammen." Bericht vom 5.10.2010 beim Humanistischen Pressedienst externer Link

  • Webcasts des Kongresses externer Link

XVII. Diskussion > Grundrechte allg. > allgemein- grundrechtliche Demonstrationen und Aktionen: Freiheit statt Angst 2010

Polizist wegen Demoprügel verurteilt. Ein Schlag in den Rücken

Amtsgericht Tiergarten verurteilt Polizisten für Faustschlag auf "Freiheit statt Angst"-Demo. Grüne sehen "Warnschuss", Gewerkschaft verteidigt "rechtmäßige Polizeigewalt". Artikel von Konrad Litschko in der taz vom 05.10.2010 externer Link

XVIII. Diskussion > Wirtschaftspolitik > WTO,Seattle, ff. > G8-07 > Kriminalisierung der G8-Proteste und Grundrechte

Urteile des Verwaltungsgerichts Schwerin zu rechtswidrigen Freiheitsentziehungen in den G8-Käfigen von Rostock

"3 Jahre nach dem G8-Gipfel in Heiligendamm bestätigt das Verwaltungsgericht Schwerin in einer Vielzahl anhängig gemachter Klagen, dass die Ingewahrsamnahmen und die Haftbedingungen rechtswidrig waren und Betroffenen zu Unrecht Telefonate mit Vertrauenspersonen und RechtsanwältInnen verweigert wurden. " Die Gerichtsurteile bestätigen unsere Rechtsauffassung. Die Ingewahrsamnahmen waren von Beginn an rechtswidrig und die Inhaftierung in ,Käfigen' über einen längeren Zeitraum verstößt gegen die Menschenwürde. Das Vorgehen der verantwortlichen Polizeibehörden war in den überwiegenden Fällen willkürlich und wurde ohne jede Tatsachengrundlage sogar noch trotz gegenteiliger Richterentscheidungen fortgesetzt" kommentiert Rechtsanwältin Britta Eder aus Hamburg. Bereits während des G8-Gipfels waren die Haftbedingungen in den Gefangenensammelstelle vom Anwaltlichen Notdienst, verschiedenen Menschenrechtsgruppen und dem RAV kritisiert worden. Die Polizei nutzt käfigartige Gefangenensammelstellen weiterhin bei Großdemonstrationen wie etwa den Castortransporten." RAV-Pressemitteilung vom 5.10.2010 externer Link. Siehe dazu auch:

  • Schlechte Zeiten für Deutschlands Polizei
    "Nach der öffentlichen Empörung über den Polizeieinsatz in Stuttgart spricht nun ein Gericht reihenweise Urteile gegen Freiheitsentziehungen beim G8-Gipfel in Heiligendamm. Drei Jahre nach dem G8-Gipfel in Heiligendamm ist noch immer kein Ende der juristischen Aufarbeitung in Sicht. Jetzt bestätigt das Verwaltungsgericht Schwerin in zahlreichen Urteilen, dass die Ingewahrsamnahmen und die Haftbedingungen in den sogenannten "Käfigen" rechtswidrig waren. Den Inhaftierten wurde zu Unrecht Telefonate mit Vertrauenspersonen und Rechtsanwälten verweigert." Artikel von Matthias Monroy in telepolis vom 06.10.2010 externer Link

XIX. Internationales > Frankreich > Arbeit und -kämpfe > Streiken für die Rente

Frankreich: Beginn des unbefristeten Streiks in vielen Sektoren - Und ein kleiner Rückblick auf 20 Jahre Renten"reformerei" in Frankreich

Artikel von Bernard Schmid vom 12.10.2010. Siehe dazu auch:

  • Sozialer Aufruhr in Frankreich. Das Ringen um die Rente - ein Vergleich über die Grenzen hinweg zwischen Frankreich und Deutschland
    "In Frankreich sind die "sozialen Fronten" in Bewegung geraten. Zum ersten Mal seit den Massenprotesten im März und April 2006, die damals erfolgreich die Demontage des Kündigungsschutzes verhindern konnten (vgl. Staatsbegräbnis für das umstrittene Arbeitsgesetz), zeichnet sich ein möglicherweise harter und längerer sozialer Konflikt ab. Abhängig Beschäftigte bei der Eisenbahn, in Nahverkehrsbetrieben, in Raffinerien, Häfen, Energieversorgungsbetrieben und Metallfirmen, aber inzwischen auch Oberschüler und Studierende sind ab heute, Dienstag, zu Protesten gegen die geplante Renten"reform" aufgerufen. Diese werden in vielen Fällen die Gestalt von zeitlich unbefristeten Streiks annehmen." Artikel von Bernard Schmid in telepolis vom 12.10.2010 externer Link

XX. Internationales > Frankreich > Soziale Konflikte und Bewegungen > Sans Papiers und Migration

Sarkozy: Lieber Rom als Roma. Auf den Laizismus kacken - als Antwort auf die (u.a. auch kirchliche) Kritik an Staatsrassismus und Abschiebepolitik

"Frankreichs « nationaler Krieg gegen die Kriminalität », den Präsident Nicolas Sarkozy im Juli 2010 ausrief und zu dessen Hauptbestandteilen eine massive Abschiebewelle für Roma aus südosteuropäischen Ländern gehört, eskaliert seit dem Hochsommer. Aber auch die inländische und internationale Kritik daran nahm gleichzeitig massiv zu; von der Kirche bis zu Fidel Castro kamen kritische bis negative Reaktionen. Jetzt versucht Nicolas Sarkozy, durch freundliche Gesten an den Papst einen Teil der katholischen Amtskirche - vor allem ihre Spitze - für sich zu gewinnen, und so der Episode ein Ende zu setzen. Auf den französischen Laizismus, also die gesetzlich festgeschriebene Trennung zwischen Kirche & Staat, wird dabei von seiner Seite aus auch gerne geschissen..." Artikel von Bernard Schmid vom 12.10.2010

XXI. Internationales > Griechenland > Dez. 2008: Polizist erschießt Jugendlichen und die darauf folgenden Aufstände

Tod eines Schülers in Athen: Polizist wegen Mordes verurteilt

"Fast zwei Jahre nach den Todesschüssen auf einen 15-jährigen Schüler in Athen ist ein 38-jähriger Polizist wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Gericht in der mittelgriechischen Kleinstadt Amfissa sah es am Montag als erwiesen an, dass der Polizist Epameinondas Korkoneas den Jungen am 6. Dezember 2008 mit einem Schuss aus seiner Dienstwaffe "mit direktem Vorsatz" erschossen hatte. Das Gericht gestand dem Polizisten keine mildernden Umstände zu. Ein zweiter Polizist wurde wegen Mittäterschaft zu einer Freiheitsstrafe von zehn Jahren verurteilt, wie der staatliche Rundfunk weiter berichtete. Die Verteidiger der beiden Angeklagten kündigten an, in die Berufung zu gehen." Artikel in der TAZ vom 11.10.2010 externer Link

XXII. Internationales > Italien > Arbeitskämpfe: WAGNER COLORA von den ArbeiterInnen besetzt

  • Videoclip zur Josef-Wagner-Stiftung: Foundation Wagner group and The charitable aims
    "Sarkastischer Videoclip der Arbeiter über die "gemeinnützigen und mildtätigen Zwecke" der Josef-Wagner-Stiftung: Bereits im März 2009 wurden bei WAGNER COLORA 29 Arbeitsplätze abgebaut. Nun sollen weitere 37 Beschäftigte entlassen und die Produktionsstätte in Gessate geschlossen werden. Auf dem einen Spruchband steht: "Heute trifft es vielleicht mich, aber morgen sicher dich. Und dann werde ich nicht mehr da sein, um auch für dich zu kämpfen." - auf dem andern: "Gegen die Logik, dass die Arbeitenden für die Unfähigkeit der Führenden bezahlen müssen!" Der Clip endet mit dem "Dank der italienischen Arbeiter an die Josef-Wagner-Stiftung". Der Clip auf YouTube externer Link Video

  • Zivilschutz bringt den ArbeiterInnen der Wagner Colora Feldbetten
    "Der Zivilschutz von Monza und Brianza stärkt den ArbeiterInnen der Wagner Colora von Burago Molgora, die vor drei Tagen die Fabrik besetzt haben um ihren Arbeitsplatz zu verteidigen, den Rücken. Die Freiwilligen haben sich mobilisiert, um den 15-20 Personen, die nachts im Betrieb schlafen, Feldbetten zu bringen. Auch von den andern Fabriken der Gegend kommen Arbeiter und zeigen ihre Solidarität. Vittorio Pozzati, Landkreisabgeordneter des Pd, hat bereits Giuliana Colombo, die im Landkreis für Arbeit verantwortlich ist, sowie den Präsidenten Dario Allevi kontaktiert." Meldung auf www.infonodo.org vom 11.10.2010 externer Link

Mit liebem Gruss, Mag und Ralf

LabourNet Germany: http://www.labournet.de/
Treffpunkt für Ungehorsame, mit und ohne Job, basisnah, gesellschaftskritisch
The meeting point for all left-wing trade unionists, both waged and unwaged
Le point de rencontre de tous les militants syndicaux progressistes, qu`ils aient ou non un emploi


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