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Updated: 18.12.2012 16:22
Aktuelle Meldungen im neuen LabourNet Germany

Liebe KollegInnen,

neu im LabourNet Germany am Donnerstag, 18. Oktober 2012:

I. Branchen > Auto: Daimler > Raum Stuttgart > Alternative: Belegschaftszeitung für die Kolleginnen & Kollegen bei DaimlerChrysler Werk Untertürkheim

Ausgabe 118 vom 18.10.2012 ist erschienen

Darin u.a.: "Nicht nur in Untertürkheim, sondern auch in anderen Werken: Vorstand auf Konfrontationskurs"; "Aktion gegen Fremdvergabe im Werk Bremen"; "Work-Life-Balance: Die Arbeit und das gute Leben"; "Neue Alu-HAG Linie in PAC/GPA: Arbeitsplätze mit Krebsrisiko?!"; "Genehmigter Urlaub bleibt!"; "Mal was ganz Neues: Vernunft siegt - Aus für Killer-Kältemittel"; "Illegale Übertragung von disziplinarischer Weisungsbefugnis". Zur Ausgabe 111 pdf-Datei. Aus dem Text: "Man spürt es deutlich: Der Vorstand geht auf Konfrontationskurs mit den Belegschaften in den Mercedes-Werken. In UT werden bisherige Produktions- und Instandhaltungsumfänge in Frage gestellt, in Bremen sollen Teile der Werkslogistik und der internen Service-Abteilung WPS fremd vergeben werden und in Sindelfingen will die Werkleitung maximale Arbeitszeitflexibilität erzwingen. Dabei will der Vorstand scheinbar ganz gezielt einen Kulturwandel im Umgang mit den Belegschaften und Betriebsräten einläuten."

II. Branchen > Auto: Daimler > Sindelfingen: Streit über die Produktions- und Arbeitszeitplanung in der S-Klasse-Montage

  • Gemeinsame Erklärung der Werkleitung und des Betriebsrates: Vereinbarung zur S-Klasse Produktion im Mercedes-Benz Werk Sindelfingen getroffen
    "Die Leitung des Mercedes-Benz Werkes Sindelfingen und der Betriebsrat haben eine Vereinbarung zum weiteren Produktionsprogramm der S-Klasse getroffen. Grundlage für die Vereinbarung ist eine optimierte Anpassung der Produktion an die Nachfrage. Bis zum Anlauf der neuen S-Klasse im neuen Jahr wird die S-Klasse einschichtig produziert. Mitarbeiter der S-Klasse Montage werden in dieser Zeit in der C-Klasse Montage eingesetzt. Gleichzeitig bleibt in der S-Klasse der gewohnte Wechselschicht-Rhythmus erhalten." Die Presseerklärung bei Daimler vom 17.10.2012 externer Link
  • Daimler und die S-Klasse Das Kriegsbeil in Sindelfingen ist begraben
    Im Daimler-Werk Sindelfingen muss nun doch kein neutraler Schlichter über die Produktions- und Arbeitszeitplanung in der S-Klasse-Montage entscheiden. Werkleitung und Betriebsrat haben sich in Verhandlungen auf einen Kompromiss geeinigt. Artikel von Michael Heller in der Stuttgarter Zeitung vom 18.10.2012 externer Link. Aus dem Text: "(.) Durchsetzen konnte sich das Management bei dem heiklen Thema Arbeitszeitkonten. Auf diesen Konten dürfen grundsätzlich Salden zwischen 50 Überstunden und 100 Fehlstunden entstehen. Mit Überlegungen, die maximalen Fehlstunden auf 200 zu erhöhen, konnte sich der Betriebsrat nicht anfreunden. Er sah die Gefahr, dass diese Salden nicht mehr ausgeglichen werden können. Zum Verdruss der Belegschaft erhob das Management den Vorwurf, immer mal wieder anfallende Mehrarbeit werde nicht genutzt, um die Salden zu reduzieren; Mitarbeiter, so hieß es, ließen sich Überstunden und Sonderschichten vielmehr ausbezahlen. Der Betriebsrat sieht den Grund für die hohen Minussalden nicht im finanziellen Interesse der Beschäftigten, sondern darin, dass immer wieder Schichten wegen Umbauten in der Produktion abgesagt werden mussten. Die Wahlfreiheit wird jetzt eingeschränkt. Ist das Zeitkonto negativ, dann fließt Mehrarbeit automatisch auf das Zeitkonto; ausbezahlt werden könnte Mehrarbeit also erst ab einem Kontostand null..."

III. Branchen > Bergbau und Energie

Tarifvertrag als Türöffner

IG Metall und Windkraftriese Repower verhandeln heute zum sechsten Mal. Ein Erfolg der Gewerkschaft könnte Bedeutung für gesamte Branche haben. Artikel von Johannes Schulten in der jungen Welt vom 17.10.2012 externer Link. Aus dem Text: "(.) Seit dem 19. Juli versucht die IG Metall bei der Nummer drei der deutschen Windanlagenbauer einen Anerkennungstarifvertrag auf dem Niveau der Metall- und Elektroindustrie durchzusetzen. Bisher ohne Erfolg. Nachdem auch die bislang letzte Gesprächsrunde Anfang des Monats ohne Fortschritte geblieben war, hatte die Gewerkschaft ihre Mitgleider sogar zum Warnstreik aufgerufen, zum ersten Mal in der Geschichte der Branche. Mehr als 900 Beschäftigte legten an verschiedenen Standorten von Repower und der Tochter Powerblades für einige Stunden die Arbeit nieder."

IV. Branchen > Dienstleistungen: Transportwesen > Luftverkehr

Tarifstreit: Easyjet setzt Stewardessen auf die Straße

"Die in Berlin-Schönefeld ansässige Airline Easyjet trennt sich zum Monatsende von 29 befristet angestellten Flugbegleitern in Schönefeld, damit sie ihnen keine höheren Löhne zahlen muss. Das Unternehmen begründet dies mit flexibler Personalpolitik zwischen den einzelnen Standorten. (.) Ver.di hatte die Lohnerhöhung von 88 Euro monatlich im vergangenen Jahr nach Warnstreiks bei Easyjet durchgesetzt. Jetzt fordert die Gewerkschaft eine neue Tarifstruktur. Easyjet sucht zur Zeit im Internet neue Flugbegleiter. Die Airline erwartet für das laufende Geschäftsjahr einen Gewinn von 400 Millionen Euro." Meldung auf Rundfunk Berlin-Brandenburg vom 17.10.2012 externer Link

V. Branchen > Dienstleistung: Transportwesen > Speditionen und Logistik > UPS

Erneut Streß bei UPS

Paketdienstleister will kritisches Betriebsratsmitglied am Köln-Bonner Flughafen krankheitsbedingt kündigen. Gewerkschaft spricht von Mobbing. Artikel von Daniel Behruzi in der jungen Welt vom 18.10.2012 externer Link. Aus dem Text: "(.) Für Bayram von der ITF - dem internationalen Zusammenschluß der Transportgewerkschaften, dem auch ver.di angehört - handelt es sich bei dem Vorgehen der UPS-Manager »eindeutig um Mobbing beziehungsweise Bossing«. »Nach meiner Überzeugung ist es das eigentliche Ziel des Unternehmens, die Mehrheit im Betriebsrat zu drehen«, so der Gewerkschafter. Aktuell seien neun der 19 Mitglieder des Gremiums »arbeitgeberfreundlich« und damit nur knapp in der Minderheit. »Wenn sie Erdener loswerden, könnte die Mehrheit kippen«, meint Bayram. »Ein arbeitgebernaher Betriebsrat wäre für die Beschäftigten der Super-GAU«, ist er überzeugt. »Die Unternehmensleitung könnte dann schalten und walten, wie es ihr gefällt.« Urlaubs- und Einsatzpläne könnten quasi einseitig diktiert werden. Bei Rechtsverstößen müßte jeder einzelne Beschäftigte selbst vor Gericht ziehen, wenn sich der Betriebsrat nicht für ihn einsetzt."

VI. Branchen > Dienstleistungen Allgemein > Kirche

Unternehmen Irrsinn: Der Diener Gottes, ein Leiharbeiter

Billig, willig und leicht loszuwerden: Was früher Sklaven waren, sind heute Zeitarbeiter. Sogar kirchliche Organisationen schmeißen feste Mitarbeiter raus, um sie danach günstig zu leihen. Die Zeitarbeit ist zu einem juristischen Schlupfloch verkommen, klagt Karriereberater Martin Wehrle. Der Artikel ist ein gekürzter Auszug aus Wehrles Buch "Ich arbeite noch immer in einem Irrenhaus", erschienen auf Spiegel-Online vom 11.10.2012 externer Link

VII. Branchen > Medien und IT > Verschiedenes aus den Medien

Deadline für de.indymedia.org

"Im Juli trafen sich in Hamburg einige sehr wenige Medianaktivisten (Berlin, Hamburg und Nürnberg) zu einem bundesweiten de.indymedia.org-Treffen. Es ging ausschließlich darum, wie und ob der Betrieb der Seite weiter gewährleistet werden kann. Nach einer Bestandsaufnahme kamen sie zu dem Entschluss, dem Projekt de.indymedia.org und sich eine Frist bis zum Frühjahr 2013 zu geben. Bis dahin sollen wieder mehr Aktive gefunden werden und auf ein neues CMS umgestellt (oder zumindest damit begonnen) werden. Werden diese beide Ziele nicht erreicht, so wird de.indymedia.org deaktiviert und archiviert." Meldung von imc-de auf Indymedia vom 10.10.2012 externer Link

VIII. Diskussion > (Lohn)Arbeit: Realpolitik > Arbeitsamt und Arbeitszwang > Alltägliche Schikanen > Auf ein Neues: Scheinarbeitslose und Missbrauchsdebatte

Umfrage zeigt: Vorurteile gegenüber Hartz IV-Empfängern weit verbreitet

Allensbach-Umfrage zeigt Vorurteile, Fakten widerlegen diese. Bundesagentur für Arbeit (BA) setzt Jobcenter-Kampagne „Ich bin gut“ fort….“ Presse-Info der Bundesagentur für Arbeit vom 16.10.2012 externer Link. Siehe dazu:

  • Das Bild der Bevölkerung von "Hartz IV-Empfängern". Ergebnisse einer repräsentativen Befragung
    VORBEMERKUNG. Welches Bild hat die deutsche Bevölkerung von so genannten "Hartz IV-Empfängern"? Um diese Frage vor dem Hintergrund einer geplanten Imagekampagne zu klären, hat die BUNDESAGENTUR FÜR ARBEIT das INSTITUT FÜR DE-MOSKOPIE ALLENSBACH mit einer bevölkerungsrepräsentativen Studie beauftragt. Hierbei soll insbesondere überprüft werden, inwieweit die Bevölkerung bestimmte Vorbehalte gegenüber Beziehern von Leistungen nach dem SGB II hegt. Im Rahmen der geplanten Imagekampagne sollen diese Vorbehalte durch entsprechende Fakten entkräftet werden…“ Die Allensbach-Studie für die BA externer Link pdf-Datei

  • Umfrage: Deutsche haben Vorurteile gegen Hartz-IV-Empfänger
    Sie wollen nicht arbeiten, sind faul oder zu wählerisch: Viele Deutsche haben Vorurteile gegenüber Beziehern von Arbeitslosengeld II, wie die Arbeitsagentur in einer Umfrage herausgefunden hat. Nun will sie das Image ändern - weil es die Arbeitssuche erschwert.
    Viele Deutsche verbinden ein persönliches Motivationsproblem mit Hartz-IV-Empfängern, ergab eine aktuelle Umfrage im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit. Demnach denken 37 Prozent der Befragten, dass Empfänger von Arbeitslosengeld II nicht arbeiten wollen. Etwas mehr als die Hälfte sagte in der Umfrage aus, Hartz-IV-Bezieher suchten nicht aktiv nach Arbeit, seien bei der Jobsuche zu wählerisch und hätten den Tag über nichts Sinnvolles zu tun. Die Bundesagentur hat zum ersten Mal diese Umfrage in Auftrag gegeben, Vergleichswerte liegen somit nicht vor…
    Artikel in Süddeutsche Zeitung online vom 16.10.2012 externer Link

  • Auf Kosten der Erwerbslosen
    Agentur für Arbeit klagt über Vorurteile gegen Hartz-IV-Bezieher und setzt mit Kampagne »Ich bin gut« dagegen. Sozialinitiativen finden das zynisch. Artikel von Ralf Wurzbacher in junge Welt vom 18.10.2012 externer Link. Aus dem Text: „… Harald Thomé vom Wuppertaler Sozialhilfeverein Tacheles weiß von noch anderen Vermittlungshemmnissen: »Das Eingliederungsbudget der BA ist allein in diesem Jahr um vier Milliarden Euro gekürzt worden«, äußerte er sich am Mittwoch gegenüber junge Welt. »Die BA ist viel mehr damit beschäftigt, wie sie die Leute sanktionieren und drangsalieren kann, anstatt sie in Arbeit zu vermitteln.« Vor diesem Hintergrund hält Thomé die »Ich-bin-gut«-Kampagne für »nur noch zynisch«. Das stärke keinem Betroffenen das Selbstbewußtsein, nötig wären statt dessen ein »korrekter und menschenwürdiger Umgang und keine Sanktionen«. Sein Urteil: Durch solche PR-Aktionen fühlten sich die Menschen »für dumm verkauft«…“

IX. Diskussion > (Lohn)Arbeit: Realpolitik > neue und alte Armut (trotz Arbeit)

„Wir begnügen uns nicht mit einem Entwurf, wir legen gleich die endgültige Version vor“

nak-Sprecher Thomas Beyer zur Veröffentlichung des Schattenberichts der Nationalen Armutskonferenz – „Die im Schatten sieht man nicht“: Sonderausgabe des strassenfeger-Magazins erscheint zum Internationalen Tag der Beseitigung der Armut am 17. Oktober…“ NAK-Pressemitteilung vom 17.10.2012 externer Link. Siehe dazu „Schattenbericht“ - die Sonderausgabe der Berliner Straßenzeitung strassenfeger vom Oktober 2012 externer Link pdf-Datei

X. Diskussion > Gewerkschaften > Debatten der real existierenden Gewerkschaften in Deutschland > IG Metall: Berthold Huber: "Ein Gewerkschafts-Chef mit neoliberalen Zügen"

Debatte um unsägliches Interview von Huber

„Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich bin sehr empört und stinksauer über die Aussagen unseres / des Vorsitzenden der IG Metall im Interview bei Phoenix…“ Debattenaufruf von Stephan Krull vom 17.10.2012

XI. Diskussion > Wipo > Finanzmärkte und Finanzpolitik > Finanzmarktkrise 2008

Überproduktion und Finanzblasen

Zum Charakter der aktuellen Weltwirtschaftskrise. Auszug aus dem neuen Buch von Lucas Zeise externer Link aus der jungen Welt vom 10. und 11. September 2012, dokumentiert beim Friedensratschlag

Kontrollen bei Hartz IV und am oberen Ende der sozialen Skala

Auch in der gegenwärtigen Wirtschaftskrise bleiben jene Menschen unangefochten privilegiert, die das Geld nicht nur als Zahlungsmittel einsetzen können, sondern auch als Vermögen zur Vermehrung von Profiten. Flankiert wird diese Entwicklung von einer willfährigen Politik. Seit Jahren spart man bei Sozialausgaben, doch für diverse Bankenrettungsschirme werden ohne Zögern Milliarden ausgegeben. Milliarden, die fast ohne Auflagen an die Banken fließen. Dieses Geld fehlt nun dem Staatssäckel, so dass in Zukunft weiterer Sozialabbau droht. Und während der Staat viele Hartz-IV-Bezieher streng kontrolliert - sogar mit Hausbesuchen - hat er in vielen Fällen keinerlei Möglichkeiten, den Steuerbetrug von Superreichen aufzudecken. Teil 3 des Geprächs mit Malte Heynen, dem Autor des Buchs Raubzug der Banken, in dem die Finanzkrise aus Verbrauchersicht dargestellt wird…“ Interview von Reinhard Jellen in telepolis vom 09.10.2012 externer Link

XII. Diskussion > Wipo > Finanzmärkte und Finanzpolitik > Finanzmarktkrise 2008 > Bankwesen und Banksterben

Gespräch mit Malte Heynen in telepolis

  • Banken als tickende Zeitbomben. Malte Heynen über die Verantwortung der Deutschen Bank bei der Bankenkrise und ihre realen Dimensionen.
    Nach Ansicht des Journalisten Malte Heynen sind wir auch im vierten Jahr nach dem großen Beinahe-Zusammenbruch des internationalen Bankensystems nicht am Ende der Wirtschaftskrise angelangt, sondern stehen an deren Anfang. Mit den diversen Bankenrettungsschirmen und dem ESM wurde die Katastrophe nicht verhindert, sondern nur ihr Ausbruch vertagt: "Uns droht der größte Wirtschaftscrash der Geschichte." Dafür sind aber nicht individuelle moralische Verfehlungen innerhalb der spekulationswütigen Bankergilde verantwortlich zu machen, sondern das Bankensystem als Ganzes krankt an grundlegenden Konstruktionsfehlern. Wie Heynen in seinem Buch Raubzug der Banken ausführlich darlegt, war einer der Mit-Verursacher der Krise die Deutsche Bank…Teil 1 des Interviews von Reinhard Jellen in telepolis vom 04.10.2012 externer Link
  • "Irgendwann knallt es". Interview mit Malte Heynen über die grundlegenden Konstruktionsfehler im Bankensystem, Fehlschlüsse der neoliberalen Theorie und die Bankenrettung.
    Die auf schnellen spekulativen Gewinn und Bonuszahlungen ausgerichtete Geschäftstrategie der großen Banken ist mit der Brandrodungspraxis vergleichbar, die kurzfristig hohe Erträge erzielt, aber auf Dauer die Basis des eigenen Wirtschaftens ruiniert. Mit dem Unterschied allerdings, dass brandrodende Bauern in Brasilien keinen Rettungsschirm aufgespannt bekommen, sobald der Boden unfruchtbar geworden ist. Immer stärker machen die Banken heute ihre Milliardengewinne mit Geschäftsmodellen, die massiven wirtschaftlichen Schaden anrichten. Erstaunlicherweise ist der größte Teil dieser Geschäfte legal. Zweiter Teil des Gesprächs mit Malte Heynen, der mit "Raubzug der Banken" eine gut verständliche Einführung in deren dubiose Geschäftspraktiken geschrieben hat…Teil 2 des Interviews von Reinhard Jellen in telepolis vom 08.10.2012 externer Link

XIII. Diskussion > Wipo > Finanzmärkte und Finanzpolitik > Finanzmarktkrise 2008 > Gewerkschaften in der Weltwirtschaftskrise

"Das sind klassische Agenda-Maßnahmen"

Erst lässt man die Verluste der Finanzkrise von den kleinen Leuten bezahlen, dann nimmt man den Menschen auch noch die Rechte - Michael Sommer über fundamentale Gerechtigkeitsdefizite in der Eurokrise. Interview in Magazin Mitbestimmung 09/2012 externer Link

XIV. Diskussion > EU > EU - politisch betrachtet > europäisches Überwachungs- und Sicherheitssystem: INDECT

Europaweiter Aktionstag gegen INDECT am 20. Oktober

Kundgebungen und Aktionen in vielen deutschen und europäischen Städten gegen eine neue Überwachungs-Technik. Der Protest richtet sich auch gegen die Informationspolitik der EU, die nach erster Kritik an INDECT vor zwei Jahren eine Informationssperre über dieses mit Steuergeldern gefördertes Projekt erlassen hat.
Mit dem 2. europaweiten Aktionstag gegen INDECT am kommenden Sa., den 20.10.12 möchten wir unsere Stimme gegen dieses Vorhaben erheben. In vielen europäischen Städten wird es Kundgebungen und Demonstrationen gegen INDECT geben. Aktion Freiheit statt Angst e.V. ruft zur Teilnahme am Aktionstag und zur Wachsamkeit gegen staatliche Überwachung auf ... in Berlin, Dortmund, Dresden, Düsseldorf, Hamburg, Mannheim, München, Stadthagen, Stuttgart, ... Die Berliner Aktivengruppe trifft sich am 20.10. um 14h am Alexanderplatz, Neptunbrunnen zur Demonstration zum Reichstag
…“ Aus dem Aufruf von Aktion Freiheit statt Angst e.V. externer Link. Siehe dazu das Mobi-Video zum Aktionstag externer Link Video von AnonymousBerlin bei youtube

XV. Diskussion > EU > EU - Militärpolitik

Elitärer Eurozentrismus. Oder: "Frieden ist, wenn unsere Waffen anderswo töten"

IMI-Standpunkt 2012/057 von Christoph Marischka vom 12. Oktober 2012 externer Link

XVI. Diskussion > EU > Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik

Arbeitslosen droht Armut. Armutsrisiko in Deutschland am größten

„Das reiche Deutschland ist Europameister der Armut. Zwei Drittel der Arbeitslosen sind davon bedroht. Selbst in den vermeintlichen Krisenländern Spanien und Portugal ist das Risiko geringer. Sie kümmern sich besser um ihre Jobsuchenden.
Reiches Deutschland auf der einen Seite, krisengeplagte Portugiesen, Spanier, Griechen und Italiener auf der anderen. So einfach könnte die Welt derzeit aussehen. Doch wirft man einen Blick darauf, wie arbeitslose Menschen in den verschiedenen EU-Ländern behandelt werden, ist man verwundert: Knapp 68 Prozent der Erwerbslosen in Deutschland waren nach neuen Zahlen der europäischen Statistikbehörde Eurostat im Jahr 2010 armutsgefährdet. Arbeitslosigkeit, das bedeutet für die meisten Armutsgefahr…
Artikel von Daniel Baumann vom 16. Oktober 2012 externer Link

XVII. Diskussion > EU > Europäische Wirtschaftspolitik > EU und die Finanzkrise: Die Europäische Verfassung auf dem Weg zur Zementierung einer neoliberalen Ordnung. Oder: Fiskalpakt hoch drei

Fiskalunion neue Attacke gegen soziale Rechte und Demokratie. Attac fordert europaweite Vermögensabgabe und Stärkung demokratischer Strukturen

Das globalisierungskritische Netzwerk Attac hat den gemeinsamen Vorschlag von EU-Ratspräsident Herman van Rompuy, EU-Kommissions-Präsident Manuel Barroso, EZB-Präsident Mario Draghi und Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker für eine Fiskalunion als "neue Attacke gegen soziale Rechte und Demokratie in Europa" kritisiert. Die vier EU-Politiker streben eine Fiskalunion mit einem eigenen Budget der Eurozone an. Im Rahmen der Fiskalunion sollen zudem einzelne Eurostaaten Verträge mit der EU abschließen, in denen sie sich zu immer neuen Kürzungsmaßnahmen verpflichten. "Der Vorschlag der Big Four zielt darauf ab, ohne demokratische Grundlage eine neue Welle des europaweiten
Sozialabbaus loszutreten", stellte Steffen Stierle vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis fest
…“ Aus der Pressemitteilung von Attac Deutschland vom 17. Oktober 2012 (nicht online)

XVIII. Diskussion > EU > Europäische Wirtschaftspolitik > EU und die Finanzkrise

„... dem Kapital gut gedient". Wo liegt des "Pudels Kern" in dieser Krise?

Irgendwie komme ich mit der Sicht auf diese Krisengemengelage immer noch nicht so ganz klar. Das mag einerseits an der Komplexität der Krise liegen - aber andererseits auch an den "Blickwinkeln", die jeweils diese  vielseitige "Krise" - um diese Komplexität zu reduzieren -, in Begriffen zu fassen versuchen. Da gibt es irgendwie mindestens zwei Sichtweisen, die sich dann doch nicht analytisch "überschneiden" - also irgendwie doch eher nebeneinanderstehen, obwohl die Krisen-Realität mit diesen verschiedenen Strängen ja zu tun hat. Also haben wir es mit "zwei" Krisen zu tun - oder nur zwei verschiedenen Sichtweisen auf eine Krise?...“ Kommentierte Presseschau von Volker Bahl vom 17.10.2012

Retter im Hamsterrad

Kranke Banken, Schulden, Sparen, Rezession: Alle Versuche zur EU-Krisenbewältigung sind bisher gescheitert. Jetzt soll Zentralismus helfen. Artikel von Klaus Fischer in junge Welt vom 17.10.2012  externer Link. Aus dem Text: „… In der römischen Republik wurde in Krisenzeiten ein Diktator ernannt, auf Zeit. Schäuble will offenbar ähnliches tun, aber unbefristet. Obwohl dem antiken römischen Senat mehr Staatsklugheit unterstellt werden darf als den meisten modernen Eurokraten, ging das Experiment vor 2000 Jahren bekanntlich schief. Entscheidend ist auch heute die Frage »Cui bono«, wem zum Nutzen. Die Antwort ist profan: Es geht nicht um ein »Europa der Völker«, sondern um die Stabilisierung der Verwertungsbedingungen in einem Europa der Konzerne. Und da liegt vieles im Argen…“

XIX. Diskussion > (Lohn)Arbeit: sozialpolitische Aktionen > Initiativen der Linken zur Finanz- und Wirtschaftskrise > Wir sind alle Griechen! Solidarität mit den Protesten in Griechenland > Nein zu Spardiktaten und Nationalismus! Solidaritätsreise nach Griechenland, 15. bis 22. September 2012

Griechenland-Soli: Erster Spendenbericht

  1. "Zu Beginn der Reise waren genau 4400€ eingegangen, die wir auf unsere Reise mitnahmen. Wir verwendeten sie wie folgt:
    1) 700 € an das Gesundheitszentrum der Solidarität in Saloniki".
    2) 700€ an die Arbeiter des besetzten Betriebs "Viomechaniki Metalleutiki" in Saloniki.
    3) 500€ an ein selbstverwaltetes Gesundheitszentrum in Athen.
    4) 500€ an ein soziales Zentrum in Athen.
    5) 500€ an den besetzten Campingplatz von Voula.
    6)1000€ an die im Aufbau befindliche "Redakteurszeitung".
    7) 500€ an das Arbeiterzentrum von Livadia.
    Unsere Maßgabe war, dass wir keine Almosen verteilen wollten, sondern KollegInnen unterstützen wollten, die eigenständig und selbstverwaltet den Widerstand gegen die Spardiktate aufgenommen haben. Zur Zeit befinden sich 2394€ auf dem Spendenkonto. Wir bedanken uns bei allen, die bisher gespendet haben! Wir rufen weiterhin zu Spenden auf, da wir den Kontakt zu den Projekten, so möglich, halten und sie weiterhin unterstützen wollen. Evtl. werden wir auch von anderen Projekten erfahren, die unterstützenswert sind. Wir wollen in nächster Zeit einen umgeänderten Aufruf erarbeiten und diesen dann veröffentlichen."
  2. Solidarität - keine wohltätige Hilfe!
    Erster Bericht zu den sieben unterstützten Projekten pdf-Datei
  3. Wir erinnern an das Spendenkonto: Manfred Klingele-Pape, Konto-Nr.: 1211 478 910, Hamburger Sparkasse (BLZ 200 505 50), Verwendungszweck: Griechenland-Soli - Wer für ein bestimmtes Projekt spenden möchte, kann das beim Verwendungszweck anmerken.

"Nein zu Spardiktaten und Nationalismus!"

Einladung zu einem politischen Nachmittag vom Jour fixe Hamburg mit TeilnehmerInnen der Solidaritätsreise nach Griechenland vom 15. bis 22.9.2012 am Sonnabend 20.10.2012 um 15h im "Kölibri" (Hein-Köllisch-Platz 12, S-Bahn Reeperbahn), auf dem Jan Rübke und Manfred Klingele von der Griechenland-Reise berichten werden.

Mit liebem Gruss, Mag und Ralf

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NEU BEI LABOURNET.TV
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Die Schließung der Renault Fabrik in Vilvoorde
1997 soll die Renault Fabrik im belgischen Vilvoorde geschlossen werden ein Fall für den anarchistischen Filmemacher Jan Bucquoy
http://de.labournet.tv/video/6398/die-schliessung-der-renault-fabrik-vilvoorde externer Link Video

LabourNet Germany: http://www.labournet.de/
Treffpunkt für Ungehorsame, mit und ohne Job, basisnah, gesellschaftskritisch
The meeting point for all left-wing trade unionists, both waged and unwaged
Le point de rencontre de tous les militants syndicaux progressistes, qu`ils aient ou non un emploi


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