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Updated: 18.12.2012 16:22
Aktuelle Meldungen im neuen LabourNet Germany

liebe KollegInnen,

Neu im LabourNet Germany am Montag, 12. November 2007:

I. Diskussion > Grundrechte > Kommunikationsfreiheit und Datenschutz > Vorratsdatenspeicherung

Vorratsdatenspeicherung mit 366 Ja- gegenüber 156 Nein-Stimmen "perfekt"

  • Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung zur Verabschiedung des Gesetzentwurfs
    "Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung verurteilt die heutige Entscheidung der Bundestagsmehrheit, eine verdachtslose Vorratsprotokollierung des Telekommunikationsverhaltens in Deutschland einzuführen, obwohl sie in nahezu allen Bereichen der Gesellschaft abgelehnt wird und gegen die Verfassung verstößt. (.) Das Gesetz erwartet nun die mit ca. 7.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern größte Verfassungsbeschwerde, die dem Bundesverfassungsgericht jemals vorgelegt worden ist. Die Beschwerde wird eingereicht, wenn und sobald das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung im Bundesgesetzblatt veröffentlicht wird. (.) Gegen die Vorratsdatenspeicherung wird der Arbeitskreis neben der Verfassungsbeschwerde auch auf das Angebot technischer Instrumente und Dienste setzen, die eine weiterhin freie und unbefangene Telekommunikation in Deutschland ermöglichen sollen. Daneben wird der Arbeitskreis seine Aufklärungsarbeit fortsetzen. So wird ein bundesweites Filmfestival der Aktion Mensch mit Informations- und Diskussionsveranstaltungen begleitet. Das Netzwerk "Freiheitsredner" bietet ehrenamtliche Vorträge zum Thema Privatsphäre an. Auch die Veranstaltung weiterer Demonstrationen und die Fortsetzung der lokalen Aktivitäten in den inzwischen über 50 Ortsgruppen des Arbeitskreises ist geplant." Pressemitteilung vom 09.11.2007 externer Link
  • TKÜ: Chance für die Pressefreiheit vertan
    "Als "verpasste Chance für die Pressefreiheit" bewertet Ulrike Maercks-Franzen, Bundesgeschäftsführerin der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union dju in ver.di die heutige Abstimmung im Deutschen Bundestag über die Neuregelung der Telekommunikationsüberwachung , bei der trotz nachdrücklicher und ausführlicher Hinweise aller Medienorganisationen die besonderen Schutzbedürfnisse der Journalisten, der Informantenschutz und der Schutz des Redaktionsgeheimnisses, nicht ausreichend berücksichtigt worden seien." dju-Pressemitteilung vom 09.11.2007 externer Link
  • TKÜ-Gesetz: DJV prüft Verfassungsklage
    "Der Deutsche Journalisten-Verband prüft die Möglichkeit einer Verfassungsklage gegen das Gesetz zur Telekommunikationsüberwachung (TKÜ) und die Vorratsdatenspeicherung. Der Deutsche Bundestag hat heute in zweiter und dritter Lesung das umstrittene Gesetz verabschiedet. Mit der Entscheidung des Parlaments seien Journalistinnen und Journalisten nicht mehr in der Lage, ihren Informanten lückenlosen Quellenschutz zu garantieren." djv-Pressemitteilung vom 09.11.2007 externer Link

Beteiligung an der Sammelklage gegen die Vorratsdatenspeicherung nur noch bis zum 19.11.2007 möglich!

Online-Sammel-Verfassungsbeschwerde externer Link gegen Vorratsdatenspeicherung

Anleitung zum Ausbruch. Tipps fürs anonyme Surfen

"Wollen Sie nicht, dass der Staat Ihre Spur im Internet verfolgen kann? Dann folgen Sie dem Beispiel von Kusine Sarah und der Rheumaliga. Sie werden sehen: Es ist nicht schwer, sich zu schützen."Artikel von Padeluun in der taz vom 12.11.07 externer Link

II. Diskussion > Grundrechte > Kommunikationsfreiheit und Datenschutz > Meinungs- und Pressefreiheit

Journalisten und Tageszeitung im Visier

"Nach Informationen der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di Berlin-Brandenburg hat das Bundeskriminalamt vom 18. bis 22. Mai 2007 die Post an die Berliner Zeitung, die Berliner Morgenpost, die BZ und den Tagesspiegel im zuständigen Postverteilzentrum "gefilzt". (.) Die Aktion des Bundeskriminalamtes stand im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen die so genannte "Militante Gruppe". Die Fahnder wollten so "Bekennerschreiben" abfangen." Pressemitteilung vom 08.11.2007 externer Link

III. Diskussion > Grundrechte > Kommunikationsfreiheit und Datenschutz

Besucher der BKA-Website müssen mit Identifizierung rechnen

"Wer die Website des Bundeskriminalamtes besucht, muss damit rechnen, dass seine IP-Adresse protokolliert und er, im Fall einer "signifikanten Zugriffsfrequenz", identifiziert wird. Das bestätigt die Bundesregierung in ihrer Antwort (16/6884) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (16/6686). Die Speicherung der IP-Adresse diene dem Zweck der Strafverfolgung im Rahmen konkreter Ermittlungsverfahren, "um notwendige Anschlussmaßnahmen", in dem Fall also Auskunftsersuchen gegenüber dem Provider, zu ergreifen. Neben der Adresse, so heißt es weiter, würden alle "notwendigen technischen Begleitdaten" gespeichert, mit der sich die zugreifende IP-Adresse auf der Homepage "melde", etwa Uhrzeit und Dauer des Zugriffs." hib-Meldung vom 08.11.2007 externer Link. Siehe dazu:

IV. Diskussion > Grundrechte > Terrorismusbekämpfung und Grundrechte > § 129a- Verfahren gegen die militante gruppe (m.g.)

Vom Staatsschutz verfolgter Andrej Holm: "Was für eine Zeitverschwendung!"

"Wegen angeblicher Unterstützung von Terroristen war Holm drei Wochen in Untersuchungshaft. Ein Gespräch über den Einbruch des Verdachts ins Leben, den Knastalltag und die Solidarität." Interview von G. Asmuth und U. Rada in der taz externer Link vom 12.11.07

V. Diskussion > Grundrechte > Ausländer- und Asylrecht > Festung EU

Die militärische Abschottung Europas. Interview mit dem Menschenrechtler Elias Bierdel, der zusammen mit Pro Asyl dokumentierte, wie die EU geltendes Völkerrecht missachtet

"Der Kölner Journalist und Buchautor Elias Bierdel erhielt am 8. November den Georg-Elser-Preis für sein Engagement für Flüchtlingsrechte. Im Juni hatte Bierdel die Organisation Borderline Europe mitbegründet (Die Toten, die niemand sehen will), die auf das Massensterben von Flüchtlingen an den europäischen Außengrenzen aufmerksam machen will. Im Sommer nahm er an einer von der Menschenrechtsorganisation Pro Asyl initiierten Recherchereise nach Griechenland teil. Er gehört zu den Autoren der Reisedokumentation, die Ende Oktober veröffentlicht wurde." Interview von Gerrit Wustmann in telepolis vom 10.11.2007 externer Link

VI. Diskussion > Gewerkschaftsstrategien > Debatten der real existierenden Gewerkschaften in Deutschland > 21. Ordentlicher Gewerkschaftstag der IG Metall

expansive Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik sowie qualitative "Pforzheimer Abkommen"

So lassen sich aus der Sicht des LabourNet die wichtigsten Beschlüsse zusammenfassen - siehe die Übersicht der Pressemitteilungen der IG Metall externer Link

Beschlusslage. 21.o. Gewerkschaftstag der IG Metall in Leipzig

Kommentierte Übersicht der Anträge von Jochen Gester und Ria Reich, ähnlich erschienen in der SoZ vom November 2007

VII. Diskussion > Gewerkschaftsstrategien > Debatten der real existierenden Gewerkschaften in Deutschland

"Finanzkapitalismus - Geldgier in Reinkultur!" - Insektenbefall bei ver.di

ver.di hat vor wenigen Tagen eine Broschüre herausgebracht, die in erster Linie als Handreichung und Argumentationshilfe für die gewerkschaftlichen MultiplikatorInnen in Betriebsräten und Vertrauensleutekörpern fungiert. Der Titel lautet: "Finanzkapitalismus - Geldgier in Reinkultur!" externer Link pdf-Datei. Die Broschüre arbeitet extensiv mit der antisemitisch besetzten Heuschreckenmetapher. Bereits auf dem Titelbild wimmelt es von diesen Insekten. Es wäre falsch und unfair, den Verantwortlichen böse Absichten zu unterstellen. Alarmieren muss aber nicht nur die hartnäckige Ignoranz gegenüber Geschichte und Problematik dieser Metapher. Auch inhaltlich ist die Broschüre weit entfernt von einer nicht regressiven Kapitalismuskritik: Die Vorstellung vom schlimmen Finanzkapital und dem weniger schlimmen Kapital begegnet der Leserin dort ebenso wie die positive Bezugnahme auf das nationale Kollektiv der Deutschen und die Freude darüber, wenn "Oldenburg" gegen "New York" gewinnt. Auch ihre Einschätzung der wachsenden Rolle der Finanzmärkte als einer angeblich reinen Folge politischer Entscheidungen und nicht etwa der krisenhaften Verlaufsform des Prozesses der Wertverwertung selbst hält einer kritischen Bewertung nicht stand. Die "Finanzkapital AG" beim ver.di-Bezirk Stuttgart hat eine ausführliche Kritik der Broschüre herausgegeben:

VIII. Diskussion > Wipo > WTO, Seattle & ff. - Gipfel und Globalisierungsproteste > G-8-Gipfel im Sommer 2007 in Heiligendamm > Kriminalisierung der G8-Proteste und Grundrechte

»Ich dachte, das Ding wäre größer«. Sechs Monate nach den Protesten gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm rollt die Prozesswelle an

"Es ist nicht strafbar, bei Demonstrationen einen Zahnschutz aus dem Sporthandel zu tragen - oder doch? In den nächsten Monaten kommen hunderte Verfahren gegen G8-Gegner auf die Justiz im Nordosten zu." Artikel von Velten Schäfer, Rostock, in ND vom 12.11.2007 externer Link

Strafverfahren gegen G8-Gegner wegen "Autobahnblockade" in Rostock-Laage eingestellt - Betroffene erstatten Anzeige gegen die ermittelnden Polizeibeamten wegen Freiheitsentziehung.

Pressemitteilung des RAV vom 1.11.07 externer Link

IX. Branchen > Dienstleistungen: Transportwesen > Speditionen und Logistik > Postdienste: Kampagne gegen Mindestlohn in der Postbranche

"Trara Trara, die Pest ist da!"

"Trara Trara, die Pest ist da!", witzelte Heinz Erhardt noch in den 70er Jahren. Doch mittlerweile möchte man ihm recht geben, wenn es beispielsweise zum vierten Mal am Morgen klingelt und schon wieder ein prekärbeschäftigter Postzusteller mit Briefsendungen vor der Türe steht. Denn in den vergangenen Jahren haben die mächtigsten Verlagsgruppen Deutschlands private Postunternehmen gegründet - es kostet ja nichts, wenn die Zeitungsboten zusätzlich auch noch Briefe zustellen - vor allem aber, wenn sie dabei unterbezahlt arbeiten." Artikel von Carl H. Ewald in NRhZ-Online externer Link - Neue Rheinische Zeitung vom vom 07.11.2007

Worum es bei der Auseinandersetzung um den Post-Mindestlohn geht

Die Auseinandersetzung um den Postmindestlohn wird immer härter. Teilweise wird dabei mit Zahlen hantiert, die nicht belegt werden. ver.di hat Daten und Fakten zum Post-Mindestlohn in einer Broschüre zusammengefasst externer Link pdf-Datei

X. Branchen > Dienstleistungen: Gesundheitswesen > Arbeitsbedingungen

Klinisch schlechter - Ärzte kritisieren kirchliche Krankenhäuser

"In kirchlichen Krankenhäusern sind die Arbeitsbedingungen nach Darstellung des Marburger Bundes (MB) besonders schlecht. Eine Umfrage der Ärztegewerkschaft ergab, dass Mediziner in den christlichen Häusern noch unzufriedener sind als die ohnehin unzufriedenen Kollegen in anderen Kliniken. Dies betrifft überlange Arbeitszeiten, aber auch Bezahlung und Arbeitsbedingungen. MB-Chef Frank Ulrich Montgomery sprach von "Ausbeutung im Namen des Herrn". Es sei schändlich, dass die Kirchen ihr Privileg als Tendenzbetrieb nutzten, um die Arbeitsbedingungen zu verschlechtern. Die Kirchen können Konflikte mit Arbeitnehmern jenseits des Arbeitskampfrechts ohne Gewerkschaften regeln." Artikel von W. Wagner in der Frankfurter Rundschau vom 07.11.2007 externer Link. Siehe dazu auch:

  • Marburger Bund Umfrage 2007: Ausbeutung und Lohndiebstahl: Kirchliche Krankenhäuser sind die schlechtesten Arbeitgeber
    Was die Qualität der Arbeitsbedingungen für Ärztinnen und Ärzte angeht, stehen kirchliche Krankenhäuser an letzter Stelle. Trotz christlichem Selbstverständnis ist die Ausbeutung ärztlicher Arbeitskraft in diesen Kliniken mit am schlimmsten. Das ist das Ergebnis einer vom Marburger Bund in Auftrag gegebenen repräsentativen Umfrage unter rund 80 000 stationär tätigen Medizinern. Sonderseite zur Marburger Bund Umfrage 2007 externer Link mit dem Ergebnisbericht der Umfrage und einer Zusammenfassung
  • B.O.L.E.R.O und Auxilia - Lohndumping im Namen der Kirche
    "B.O.L.E.R.O", "Auxilia" - geheimnisvoll und wohlklingend muss es offensichtlich zugehen, wenn im Namen der Kirche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in kirchlichen Krankenhäusern um den gerechten Lohn gebracht werden sollen, Lohn im Namen der Barmherzigkeit und unter dem Deckmäntelchen der christlichen Wertegemeinschaft, die neuerdings in Image-Broschüren - wie der katholischen Kirche - ganz großgeschrieben wird. (.)Eine Leiharbeitsfirma namens "Auxilia" tritt dabei immer stärker ins Rampenlicht. Was 2005 wohl als Startschuss beim St.-Josef-Krankenhaus in Berlin-Tempelhof begann, zieht inzwischen immer weitere Kreise. Die von dort angebotenen Arbeitsverträge orientieren sich an einem Tarifvertrag mit dem klingenden Namen "B.O.L.E.R.O", einem Tarifvertrag für Zeitarbeitsfirmen. Dieser wurde zwischen der Tarifgemeinschaft Zeitarbeitsunternehmen in der Bundesvereinigung Deutscher Dienstleistungsunternehmen und der Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften Zeitarbeit, hinter dem sich wiederum der Christliche Gewerkschaftsbund verbirgt, ausgehandelt. Und da schließt sich wieder der unselige Kreis..." Artikel von Angelika Steimer-Schmid, Chefradakteurin der Marburger Bund Zeitung externer Link, in der Ausgabe 15/2007 vom 26. Oktober 2007

XI. Branchen > Auto: DC > Spanien

Mercedes Benz Barcelona: Verhandlungen aufgenommen

"Nach den 9 Streiktagen in drei Wochen im Oktober und drei Streiktagen in der ersten Novemberwoche haben die 424 KollegInnen von Mercedes Benz in Barcelona am Donnerstag, 8. November, in einer Belegschaftsversammlung beschlossen, die zwei geplanten Streiktage (13. und 15.) in der nächsten Woche abzusetzen. Zugleich hat die Belegschaft dem Fabrikkomitee die Vollmacht erteilt, mit der Geschäftsleitung zu verhandeln. Diese hat den Gewerkschaften vorgeschlagen, dass die 258 KollegInnen, die in das neue Gemeinschaftswerk mit Estampaciones Sabadell übernommen werden, weiterhin unter dem Dach von Mercedes Benz bleiben, was den Arbeitsvertrag und die Entlohnung betrifft. Dies war seit Beginn der Auseinandersetzung immer wieder gefordert worden Die Vertreter des Werkes haben sich auch offen dafür gezeigt, über eine Verbesserung der Bedingungen für freiwilliges Ausscheiden - im Augenblick steht dies bei 45 Tagen Entlohnung pro geleistetes Arbeitsjahr - und die Frühverrentung zu verhandeln. Wohl hat die Geschäftsleitung gefordert, dass alle für November geplanten Streiktage abgesagt werden sollen." Zusammenfassende Übersetzung einer Presseerklärung vom Donnerstag 8.11. 2007; Quelle: EFECOM

XII. Branchen > Chemische Industrie > Continental

Continental Tire of North America - CTNA - will nicht zahlen

Die Kürzungen der Krankenversicherungsleistungen durch Continental Tire of North America wurde Ende Juli von einem Bundesgericht für unrechtmäßig erklärt. CTNA hat jedoch mitgeteilt, daß die Zahlungen vor einem Urteil des Berufungsgerichtes nicht wieder aufgenommen werden. Daraufhin haben sich einige Abgeordnete des US-Kongress mit dem Fall beschäftigt und Alan Hippe, Chef von CTNA, aufgefordert, die Zahlungen unverzüglich wiederaufzunehmen. Siehe dazu:

XIII. Branchen > Sonstige Industrie > Rüstungsindustrie

Kleinwaffenexporte aus Deutschland auf Rekordhöhe - Waffenhandel boomt

Bundesregierung der "Beihilfe zum Massenmord" geziehen - Pressemitteilungen aus der Friedensbewegung zum Rüstungsexportbericht der Bundesregierung bei der Uni Kassel, AG Friedensforschung externer Link. Siehe dazu:

XIV. Internationales > Großbritannien > Arbeitskämpfe

Manchester-Kapitalismus: Krankenschwester entlassen, weil sie sich für Patienten einsetzt

"In Manchester ist in der vergangenen Woche die bis dahin im psychiatrischen Dienst des öffentlichen Gesundheitssystems arbeitende Krankenschwester und gewerkschaftliche Vertrauensfrau Karen Reissmann entlassen worden. 150 ihrer Kollegen sind deshalb am Donnerstag einen unbefristeten Streik getreten, um ihre Wiedereinstellung zu erzwingen. In den vergangenen Wochen hatten bis zu 700 Beschäftigte mehrfach gestreikt, um eine Entlassung zu verhindern. Karen Reissmann wurde suspendiert, weil sie in der Presse über die katastrophalen Zustände im britischen Gesundheitssystem und in der Psychiatrie gesprochen hatte." Artikel von Christian Bunke, Manchester, in der jungen Welt externer Link vom 12.11.2007. Siehe dazu auch:

XV. Internationales> Frankreich > Soziales > Konflikte und Bewegungen der Sans Papiers und MigrantInnen: Verschärfung der Einwanderungsgesetze

Neues von der ,Lex Hortefeux'. Arbeitsmarkt & Einwanderung werden zum Gegenstand neuer Regulierung

"Das französische Verfassungsgericht wurde gegen das neue Ausländergesetz angerufen, vor allem gegen die geplanten Gentests im Rahmen der Familienzusammenführung. Neben massiven Einschränkungen beim Nachzug von Familienangehörigen sieht dieses Gesetz - aus Sicht von Vielen: überraschend - auch "Legalisierungs"möglichkeiten für illegalisierte Einwanderer vor, falls diese nachgefragte Arbeitskräfte darstellen. Ferner wird explizit ein Rotationssystem für ausländische Arbeitskräfte, mit mehrjährigen Zyklen, geplant." Artikel von Bernard Schmid vom 12.11.2007

XVI. Internationales > Schweiz > Gewerkschaften und Arbeitskämpfe

«Unten geht es um Löhne, oben um Lebensqualität» Die Perspektiven der Gewerkschaften Kommunikation und SEV nach der gescheiterten Fusion

Das Phänomen "Fusionsfieber mit Rechenschieber", das heißt die Vereinigung von Gewerkschaften entsprechend betriebswirtschaftlichen Überlegungen und ihre (meist reichlich dilettantische) Umsetzung nach zweitklassiger Technokratenart, kennt man nicht nur in den bundesdeutschen Gewerkschaften (mit ver.di als abschreckendstem Beispiel!), sondern auch in anderen europäischen Ländern. Neben Großbritannien ist da insbesondere unser Nachbarland Schweiz zu nennen. Anders als sonst üblich stieß das Projekt der obersten sozialdemokratischen Gewerkschaftsbürokraten in der Gewerkschaft Kommunikation und der Eisenbahner- und Transportgewerkschaft SEV dort im November 2006 allerdings unter den SEV-Mitgliedern mehrheitlich auf Ablehnung und musste vorerst fallen gelassen werden. Grund genug für die "Neue Zürcher Zeitung" (www.nzz.ch) sich knapp ein Jahr später bei den beiden Gewerkschaftsbossen Levrat und Gentil nach ihrem Zwischenresümee und den weiteren Perspektiven zu erkundigen. Das hochinteressante Ergebnis, das tiefe Einblicke in das gegenwärtige "strategische" Denken der Gewerkschaftsspitzen gibt, erschien am 24.9.2007. Die Lektüre ist mehr als lohnenswert. Vorbemerkung und Einfügungen in eckigen Klammern vom Gewerkschaftsforum Hannover

Warnstreik bei der Genesys AG: Frauenfelder Biogasanlagenhersteller will Probleme auf dem Buckel der Beschäftigten lösen

"Lohnabbau, Kündigungen und Repressionsmassnahmen: Die Geschäftsleitung der Frauenfelder Firma Genesys AG mutet ihrer Belegschaft viel zu. Die Beschäftigten haben sich nun mit einem Warnstreik zur Wehr gesetzt. Unia fordert ultimativ die Rücknahme sämtlicher Kündigungen und die Aufnahme echter Verhandlungen." Pressemitteilung der Unia vom 09.11.2007 auf der Seite der bfs - Bewegung für den Sozialismus externer Link

XVII. Internationales > Schweiz > Gewerkschaften > Streikaktionen auf dem Bau

Die Gewerkschaften akzeptieren externe Vermittlung - Bundesrätin Leuthard soll sich einschalten

"Die Gewerkschaften akzeptieren im Interesse einer raschen Lösung des Konfliktes im Bauhauptgewerbe eine externe Vermittlung und fordern Bundesrätin Leuthard auf, sich in den Konflikt einzuschalten. Ab Beginn der Vermittlung sistieren die Gewerkschaften bis Ende November die Streikaktionen und erwarten im Gegenzug von den Baumeistern den Verzicht auf präjudizierende Beschlüsse." Presseerklärung der UNIA vom 08.11.2007 externer Link

XVIII. Kosovo und andere Kriege > Afghanistan

Steinmeier: "Die Befehlslage ist darauf ausgerichtet, zivile Opfer zu vermeiden" - Lafointaine: "Seit Jahresbeginn wurden in Afghanistan 5.600 Menschen getötet"

Bundestags-Debatte um die Verlängerung des sog. Antiterror-Einsatzes (Operation Enduring Freedom) in Afghanistan - Die Reden und Anträge - dokumentiert beim Friedenspolitischen Ratschlag externer Link. Das Parlament entscheidet am 15. November über den Antrag der Bundesregierung.

XIX. Kosovo und andere Kriege > Militarisierung und die Bundeswehr

Streitbarer Bürger in Uniform

"Wenn Politiker und Publizisten wieder einmal Weihrauch streuen, weil das Parlament die Bundeswehr in ein neues militärisches Abenteuer schickt oder ein altes ausdehnt, streuen sie allemal reichlich, um unsere Sinne zu benebeln. Wohltönend sprechen sie von der »Armee in der Demokratie«, von dem Prinzip der Inneren Führung, das den »mitdenkenden Gehorsam« zum Führungsprinzip bestimmt, und von dem »Staatsbürger in Uniform«, der aktives wie passives Wahlrecht besitzt und sich politisch betätigen darf (dabei aber das Gebot der Kameradschaft einhalten soll). Der Alltag ist schlichter und auch trostsloser." Artikel von Bernd C. Hesslein aus Ossietzky externer Link, dokumentiert im Linksnet am 10.11.2007

XX. Kosovo und andere Kriege > Der Krieg und die Medien

Vernetzter Medienkrieg. Die Medienarbeit und die Operativen Information (OpInfo) der Bundeswehr in Deutschland und Afghanistan

"Einer Randnotiz der Süddeutschen Zeitung vom 27./ 28. Oktober zufolge verstärkt die Bundeswehr ihre "Aufklärungsarbeit" gegenüber der eigenen Bevölkerung. Offenbar unter Bezugnahme auf eine [extern] Pressemitteilung des Bundesministeriums der Verteidigung heißt es, dieses wolle "mit einer neuen Form der Öffentlichkeitsarbeit um mehr Verständnis für den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan werben". Seit dem 25.Oktober biete das Verteidigungsministerium den Medien honorarfreie Fotos und Artikel über Projekte der zivil-militärischen Zusammenarbeit ([extern] CIMIC) in Afghanistan an, welche von "Soldaten und Presseoffizieren in Afghanistan sowie vom Pressestab des Ministeriums " stammen. Eine Nennung der Quelle sei bei der Veröffentlichung "nicht zwingend" vorgeschrieben." Artikel von Steven Hutchings in telepolis vom 12.11.2007 externer Link

XXI. Über uns > Fördern!

Das Wochenende bescherte uns ein neues - bekennendes - Fördermitglieder für die Liste unserer UnterstützerInnen

Wir freuen uns und danken, brauchen aber immer noch mehr davon.

Lieber Gruss, Ralf und Mag

LabourNet Germany: http://www.labournet.de/
Treffpunkt für Ungehorsame, mit und ohne Job, basisnah, gesellschaftskritisch
The meeting point for all left-wing trade unionists, both waged and unwaged
Le point de rencontre de tous les militants syndicaux progressistes, qu`ils aient ou non un emploi


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