| letzte Änderung am 7. Okt. 2002 | |
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Der Streik den COSATU am 1. und 2.Oktober gegen die Privatisierungspläne der südafrikanischen Regierung organisierte, hat die politischen Auseinandersetzungen im Land wesentlich verschärft. Während der ANC und Präsident Mbeki der COSATU vorwerfen, die Gewerkschaften segelten im "Fahrwasser von Linksradikalen" kritisieren zahlreiche soziale Gruppierungen, dass der Widerstand aus Koalitionsrücksichten nur halbherzig organisiert werde. Die beiden anderen Gewerkschaftsverbände NACTU und FEDESA hatten den Streik boykottiert, dem insgesamt mehrere Hunderttausend Mitglieder der meisten COSATU Gewerkschaften folgten - eine durchwachsenere Bilanz als zunächst angenommen. Wir dokumentieren:
"Die Jahreshauptversammlung des Ortsvereins München im Fachbereich Medien, Kunst und Industrie fordert den Bezirksvorstand, den Gewerkschaftsrat, den Bundesvorstand und den Bundesvorsitzenden von ver.di auf, jede weitere positive Stellungnahme zu dem Papier der Hartz-Kommission zu unterlassen....." Beschluß der Jahreshauptversammlung des Ortsvereins München im Fachbereich Medien, Kunst und Industrie in ver.di am 10. September 2002
"Startet kommunale Bürgerentscheide für das Trinkwasser und gegen den Ausverkauf des öffentlichen Eigentums" Aktionsaufruf vom Sozialforum Saar als pdf-Datei
Erfolgreich abgeschlossen haben die Internationale Transportarbeiter Förderation (ITF) und ihre Mitgliedsgewerkschaft ver.di am 4. Oktober 2002 ihre Aktionswoche gegen Schiffe unter billigen Flaggen ... Für zwei Schiffe gelang der Abschluss eines neuen ITF-Vertrages. Vier Schiffe haben eine Boykottwarnung erhalten. Für ein Schiff wurde eine Heuernachzahlung errechnet. Zwei Schiffe wurden an die jeweils zuständige nationale Gewerkschaft des nächsten Anlaufhafens weitergemeldet.... Link zur ver.di-Meldung vom 4.10.02
Generalstreik auf Westjava
Das vereinte "Komitee für den Volkskampf" (ein Bündnis mehrerer Gewerkschaften) hatte für den 3.Oktober zu einem eintägigen Generalstreik auf Westjava aufgerufen, der weitgehend befolgt wurde. Eine Demonstration mit rund 8.000 TeilnehmerInnen hatte mehrere Konfrontationen mit der Polizei. Link zum (englischen) Bericht auf der Seite der britischen Anti-Sweatshop Kampagne
a) SOS-Ruf: Präsident Uribe ordnet Militarisierung der Kommunalwerke von Cali an
Seit dem 25.September befindet sich die Belegschaft der Wasserwerke der kolumbianischen Grosstadt Cali in "permanenter Versammlung" weil die Firmenleitung die Durchführung eines Abkommens vom Januar dieses Jahres sabotiert, das die Privatisierung verhindert. Nun hat der Präsident die Armee agewiesen, das Werk zu kontrollieren, der Belegschaft wurde der Zugang verwehrt. Die Wasserversorgung der Bevölkerung ist in Gefahr. Ein (englischer) Aufruf der Gewerkschaft SINTRAEMCALI vom 3.10.02
b) Interview von Raul Zelik mit Edgar Paez von der kolumbianischen Nahrungsmittlegewerkschaft SINALTRAINAL
In Frankreich und Deutschland - und anschliessend in Florenz finden bzw fanden gerade Veranstaltungsreihen mit Vertretern der kolumbianischen Gewerkschaft SINALTRAINAL statt. Raul Zelik, Autor und Aktivist der Kampagne gegen Coca Cola nutzte die Gelegenheit Edgar Paez, den stellvertretenden Vorsitzenden dieser Gewerkschaft zu interviewen. Interessante Lektüre, weil da beispielsweise auf die Frage, ob er die Kritik kenne, Gewerkschaften würden bestenfalls die minoritären Interessen von Stammbelegschaften vertreten, folgende Antwort zu lesen ist: "Klar, und es ist ein berechtigter Vorwurf. Das System hat einen großen Teil der internationalen Gewerkschaftsbewegung kooptiert. (...) Wir denken, dass Gewerkschaften Teil einer breiten Bewegung sein sollten, die mehr als nur die Interessen der Arbeiter vertreten." Siehe Interview von Ende September 2002
Janitors strike at 10 more buildings
Der erste Streik der Bostoner Dienstleistungsgewerkschaft SEIU im Rahmen ihrer Kampagne "Justice for Janitors" erreicht eine massive Mobilisierung: Nachdem am ersten Tag rund 30 Hochhäuser der Innenstadt von Hausmeistern, Putzfrauen und Wartungsarbeitern bestreikt wurden, waren es am zweiten Streiktag bereits über 40. SEIU will im Laufe der Woche all ihre 10.700 Mitglieder mobilisieren, die Gewerkschaft der Bauarbeiter organisiert Solidarität. Der grösste Servicebetrieb für Geschäftshäuser, Unicco hat nun Gesprächsbereitschaft über eine Verbesserung der Krankenversicherung gezeigt. Link zum (englischen) Bericht von Kimberly Blanton für den "Boston Globe" vom 2.Oktober 2002
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