Home > News > Nachtrag am Dienstag, 19. Oktober 2004

Updated: 18.12.2012 15:51
Aktuelle Meldungen im neuen LabourNet Germany

liebe KollegInnen,

Nachtrag im LabourNet Germany am Dienstag, 19. Oktober 2004:

I. Branchen: Auto / Opel allg. / Standort- “sicherung“ oder Standortpoker 2004?

Noch liegen keine genauen Informationen über den konkreten Ablauf der Protestaktionen an allen europäischen Standorten vor, der vorerst beste Überblick ist:

  • In Rüsselsheim, Antwerpen und Eisenach stehen die Bänder still
    Der wilde Streik im Opel-Werk Bochum bringt den Konzern in immer größere Schwierigkeiten: Wegen Teilemangels muss das Werk in Antwerpen seine Produktion einstellen. Im Stammwerk Rüsselsheim stehen die Endmontagebänder seit zehn Uhr still. Spiegel online-Bericht vom 19. Oktober 2004 externer Link
    Aus dem Text: „…Von Unruhe wie in Bochum oder Rüsselsheim war in Antwerpen bisher keine Rede. Auch im Werk Eisenach ruht die Produktion. Grund sind dort jedoch seit längerem angekündigte Freischichten wegen fehlender Auslastung…. (…) Zugleich gibt es indes erste Enspannungssignale: In Rüsselsheim haben sich Betriebsrat und Vorstand bei den Verhandlungen über die drastischen Sparpläne angenähert. Sie gaben eine gemeinsame Erklärung heraus (…) Vorstand und Gesamtbetriebsrat vereinbarten zudem, "nach Lösungen zu suchen, um die Personalanpassungen im Rahmen der geplanten Restrukturierung sozialverträglich zu gestalten". Dies schließe auch "die Regelung zur Beschäftigungssicherung in der für alle Standorte der Adam Opel AG gültigen Turnaround-Betriebsvereinbarung ein" (…) Detlef Wetzel, Bezirksleiter der IG Metall, äußerte sich ähnlich. "Das ist ein gutes Ergebnis und ein Sieg für die Belegschaft." Betriebsbedingte Kündigungen würden durch die erste Annäherung erschwert. Allerdings müsse die Einigung in weiteren Verhandlungen "noch mehr Fleisch auf den Knochen bekommen". (…) Während Betriebsräte und Gewerkschaftsfunktionäre damit offenkundig auf ein Ende des wilden Streiks zielen, gab es bei den Opel-Mitarbeitern Verunsicherung. "Das ist nicht akzeptabel", sagte ein Mitarbeiter. Ein anderer fragte: "Was heißt denn sozialverträglich?" Eine weitere Stimme: "Das ist nur eine Umformulierung dessen, was ohnehin geplant war."….“
  • Hier die Erklärung und die Turnaround-Betriebsvereinbarung von 2002 pdf-Datei im Wortlaut. Aus dem Text: „Vorstand und Gesamtbetriebsrat verfolgen das Ziel, die Werke Rüsselsheim und Bochum soweit wettbewerbsfähig zu machen, dass sie auch über 2010 hinaus als Automobilwerke erhalten werden können (…) nach Lösungsmöglichkeiten suchen, die Personalanpassungen im Rahmen der geplanten Restrukturierung sozialverträglich zu gestalten…“ Dies wurde bei der Kundgebung in Bochum versucht als Erfolg zu bezeichnen…
  • Heute Morgen verteilten die VKL und der Betriebsrat in Rüsselsheim Unterschriftenlisten mit der Forderung „`Ja` zur Zukunftssicherung, Ja zu Opel Rüsselheim und Saab Trollhättenpdf-Datei
    Von Opel Bochum oder Ellesemere Port keine Rede….

II. Branchen: Auto / Opel Bochum: Arbeitsniederlegung seit der Spätschicht am 14.10.

  • Aktuell berät die Bochumer Spätschicht über den Verhandlungsstand und die Frage der Wiederaufnahme der Arbeit – wir werden sofort auf der Startseite informieren!
  • Auf mehrfache Anfrage hin: Der Kontoinhaber des Solikontos lautet „Sonderkonto Belegschaft Opel Bochum“ – über die Verwendung will nach uns vorliegenden Informationen die Belegschaft entscheiden, wir bleiben dran
  • Bildergalerie im LabourNet: Opel Bochum, Tor 1 am 18.10.2004
  • Bildergalerie im LabourNet: Soli-Kundgebung am Bochumer Schauspielhaus am 19.10.04
  • Immer noch gehen bergeweise Solierklärungen ein, ich komme nicht nach, daher erfolgt eine Aktualisierung erst am späteren Abend und wohl auch in Kurzfassung…
  • Meldung im letzten Augenblick: Im Werk II und Werk I ruhen weiterhin die Bänder, anbestimmte Forderung: „gemeinsame Belegschafts- versammlung morgen für alle gemeinsam!“

Lieber Gruss, Mag

LabourNet Germany: http://www.labournet.de/
Treffpunkt für Ungehorsame, mit und ohne Job, basisnah, gesellschaftskritisch
The meeting point for all left-wing trade unionists, both waged and unwaged
Le point de rencontre de tous les militants syndicaux progressistes, qu`ils aient ou non un emploi


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