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Updated: 18.12.2012 16:09
Amazon

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Mitarbeiter empfinden Jobs bei Amazon als "entwürdigend"new

"Ilka Meier möchte nicht, dass ihr wahrer Name in der Zeitung steht. Nicht, weil es ihr unangenehm ist, was sie zu erzählen hat, oder weil sie sich für etwas schämt, was sie empfunden hat. Im Gegenteil: Sie möchte, dass viele Menschen von ihren Erlebnissen erfahren. Aber bei ihrem Arbeitgeber hat sie eine Verschwiegenheitserklärung unterschreiben müssen, dass sie nichts von dem öffentlich macht, was sie intern erfahren hat. In Foren im Internet und auch in unserer Zeitung hat die 44-Jährige inzwischen einiges von dem gelesen, was ihre Kollegen aus Werne und Rheinberg berichten . Und nach einem Monat Arbeit sagt sie: "Alles von dem, was da geschildert wird, stimmt. Und es ist oft sogar noch schlimmer." Der Arbeitgeber von Ilka Meier heißt Amazon. Und es ist nicht so, dass sie keiner vor der Arbeit im Logistikzentrum des Internet-Versandhändlers gewarnt habe." Artikel von Katja Sponholz auf DerWesten vom 04.12.2012 externer Link

Onlinehandel: Gnadenlos flexibel

Tägliche Kündigungsfristen und Leiharbeit: Der amerikanische Konzern Amazon weiß das deutsche Recht weidlich zu nutzen - und stößt neuerdings auf ungewohnten Widerstand. Artikel von Gunhild Lütge auf Zeit-Online vom 23.11.2012 externer Link. Aus dem Text: "(.) Hire and fire in Deutschland? In der Tat: Wenn ein Arbeitnehmer als vorübergehende Aushilfe für maximal drei Monate eingestellt wird, kann er auch hierzulande von heute auf morgen entlassen werden. Darf der Arbeitnehmer länger bleiben und schließt sich dann noch eine sechsmonatige Probezeit an, verlängert sich die Kündigungsfrist zwar auf 14 Tage. Für den Konzern aber bedeutet diese Konstruktion, dass er neun Monate lang seine Mitarbeiter ohne Angabe von Gründen ganz leicht wieder loswerden kann. Die Arbeitsagenturen muss ein solches Gebaren nicht interessieren. Sie sind froh um jeden, der aus ihrer Statistik verschwindet. So auch in Nordrhein-Westfalen, wo Amazon zwei Warenlager betreibt. Die Vermittler kamen dem Unternehmen sogar mit einer speziellen Förderung entgegen: den sogenannten Maßnahmen beim Arbeitgeber, im Amtsdeutsch kurz MAGs genannt. Eine solche MAG dauert in der Regel zwei Wochen und hat für den Arbeitgeber den Vorteil, dass er in dieser Zeit die Personalkosten spart."

Verdi: Amazon zahlt in Koblenz schlechter als an anderen Standorten

"Wenn sich ein großer Arbeitgeber neu im Raum Koblenz ansiedelt, ist die Euphorie meistens groß. Nicht anders ist es im Falle des Amazon-Logistikzentrums. Doch niedrige Stundenlöhne und befristete Verträge trüben bei der Gewerkschaft die Freude über die vielen neuen Arbeitsplätze..." Artikel von Reinhard Kallenbach in der Rhein-Zeitung vom 101.10.2012 externer Link. Aus dem Text: "(.) Auch bei den Fach- und Führungskräften gibt es eine Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur und den Jobcentern. Im Bereich der Fach- und Führungskräfte hat Amazon in Koblenz bislang 203 Personen eingestellt. Davon waren 70 Frauen und Männer bislang über die Jobcenter betreut worden. Trotz der auf den ersten Blick guten Zahlen sind Gewerkschafter wenig begeistert. Sie werfen Amazon vor, dass Bewerber aus dem freien Markt nicht zum Zuge kommen, weil das US-Unternehmen bewusst mit den Agenturen zusammenarbeitet, um maximale Fördermöglichkeiten herauszuholen. Auch kritisiert Verdi, dass bei der Stammbelegschaft von rund 1000 Mitarbeitern die Verträge als zeitlich befristet gestaltet werden. Üblich seien zunächst Dreimonatskontrakte, die der Konzern erst wenige Tage vor Ablauf verlängere. Der Effekt: Mitarbeiter werden abgeschreckt, sich in einem Betriebsrat zu engagieren."

Amazon: Angst und miese Arbeitsbedingungen

  • Amazon-Mitarbeiter in Rheinberg fordern einen Betriebsrat
    Wieder machen unzufriedene Amazon-Mitarbeiter in NRW ihrem Ärger Luft. Die Gewerkschaft Verdi und Angestellte des Internet-Versandhandels fordern einen Betriebsrat in der Rheinberger Niederlassung. Einige Verbesserungen für die Mitarbeiter habe es bereits gegeben…Artikel von Elena Zay auf DerWesten vom 05.09.2012 externer Link

  • Gewerkschaft kritisiert Arbeitsbedingungen bei Amazon in Rheinberg
    Die Gewerkschaft Verdi hat so einiges zu bemängeln an den Arbeitsbedingungen bei Amazon in Rheinberg: Vorgesetzte gingen respektlos mit Mitarbeitern um, Menschen seien auf ihre Arbeitskraft reduziert, Arbeitshetze und Leistungsdruck seien Alltag. Mittelfristiges Ziel ist ein Betriebsrat, so die Gewerkschaft…“ Artikel von Carmen Friemond auf DerWesten vom 10.05.2012 externer Link
  • Saure Gurke geht an Amazon
    Alljährlich zu Aschermittwoch verleiht die Gewerkschaftliche Erwerbslosengruppe im DGB Bonn / Rhein-Sieg die „Saure Gurke“, um damit eine öffentlich wirkende Persönlichkeit auszuzeichnen, die sich im zurückliegenden Jahr durch einen hervorragenden Beitrag zur „Beleidigung, Ausgrenzung oder weiteren Verschlechterung der sozialen Lage der Erwerbslosen“ hervorgetan hat. In diesem Jahr wurde der Online-Versandhändler AMAZON ausgezeichnet. Amazopn war im vergangen Jahr wegen seiner fragwürdigen Praktika massiv in die öffentliche Kritik geraten...“ Siehe dazu den Offenen Brief beim Erwerbslosenforum vom 22.02.2012 externer Link und Infos bei der Gewerkschaftlichen Arbeitslosengruppe im DGB Bonn-Rhein-Sieg externer Link

  • Praktika für Saisonaushilfskräfte bei Amazon müssen endgültig gestoppt werden
    Nach Vorwürfen des Erwerbslosen Forum Deutschland der vergangenen Woche, der Internetgigant Amazon greift mit seinen „kostenlosen Probearbeitern“ systematisch staatliche Fördermittel ab , ist das Nachrichtenmagazin „DER SPIEGEL“ den Praktiken des Online-Versandhändlers nachgegangen. Laut Vorabmeldung des Magazins nutzt der Konzern eine Gesetzeslücke des Sozialgesetzbuchs massenhaft aus und beschäftigt Tausende Arbeitslose als Saisonkräfte, die jedoch zuvor eine sogenannte “Maßnahme zur Aktivierung und berufliche Eingliederung” absolvieren müssen, in der sie zwei Wochen keinen Lohn erhalten. Amazon nutzt laut Informationen des „Spiegels“ bei vielen der Aushilfen das Prozedere jedes Jahr erneut, obwohl sie im Jahr zuvor bereits eingestellt waren und eine Einarbeitungszeit damit unnötig ist...“ Pressemitteilung des Erwerbslosenforums Deutschland vom 27.11.2011 externer Link

  • „Abzocke“ schlimmer als bisher bekannt
    „(...) Nun erhebt das Erwerbslosen Forum Deutschland erneute schwere Vorwürfe gegen den Internetgiganten und wirft ihm vor, dass die Form des „ Abzockens “ schlimmer als bisher bekannt ist. Dieselben Saisonkräfte hätten demnach sowohl im letzten Jahr als auch in diesem Jahr jeweils ein zweiwöchiges Praktikum machen müssen, obwohl sie die Betriebsabläufe kannten. Auch verglichen derzeit  Beschäftigte die Arbeitsbedingungen mit denen eines „Arbeitslagers“...“ Pressemitteilung des Erwerbslosen Forums Deutschland vom 20. November 2011 externer Link

  • Der Streit um Arbeitslose bei Amazon geht weiter
    Arbeitslose sollen zwei Wochen umsonst arbeiten, wer kein Geld vom Staat bekommt, wird von Amazon bezahlt: Das soll Bewerbern im Lager des Versandhandel-Riesen in Werne gesagt worden sein, berichtet ein Zeuge im Gespräch mit DerWesten. Artikel von Monika Idems auf DerWesten vom 11.11.2011 externer Link.Aus dem Text: „(…) In Werne seien 1034 Arbeitslose zu Bewerbungsgesprächen geschickt worden, 90 Prozent hätten Verträge bekommen. Auf welche Zeitspannen diese Verträge befristet waren, konnte Marquis nicht sagen, wollte gegenüber DerWesten aber ausschließen, dass es sich um Saisonkräfte gehandelt habe; seit 1. November würden solche Maßnahmen vom für Werne zuständigen Jobcenter Unna nicht mehr finanziert…

  • Arbeitsagentur steht zu Amazon-Praktika
    Hohe Vermittlungsquoten. Erwerbslosenforum nennt Kritik von Minister Schneider (SPD) „scheinheilig“. Die Praxis „geschah mit dem Wissen und dem Segen des NRW-Arbeitsministeriums“. Artikel von Thomas Rünker auf DerWesten vom 11.11.2011 externer Link
    Aus dem Text: „(…) Am Freitag konterte die Arbeitsagentur die Kritik von NRW-Arbeitsminister Schneider (SPD), der am Tag zuvor von „skandalösen Praktiken“ gesprochen hatte. An dem Verfahren bei Amazon sei „kein Haken dran und kein Trick dabei“, sagte der Sprecher der NRW-Arbeitsagentur, Werner Marquis, der NRZ. Die Praktika seien „korrekt und vernünftig“. Das Erwerbslosenforum kritisierte Schneiders Äußerungen als „scheinheilig“. Die Praxis „geschah mit dem Wissen und dem Segen des NRW-Arbeitsministeriums“…“

  • Arbeitsbedingungen bei Amazon: Guntrams Schneiders Kritik ist scheinheilig
    Das Erwerbslosen Forum Deutschland bezeichnet die Kritik von NRW Arbeitsminister, Guntram Schneider an der Beschäftigungspraxis vom Internetgiganten Amazon als scheinheilig. Meldung im Erwerbslosenforum Deutschland vom 11.11.2011 externer Link. Aus dem Text: „(…) „Die Praxis des Umsonst-Arbeiten muss endlich gestoppt werden. Es ist für Menschen entwürdigend, wenn sie sich erst einem Unternehmen beweisen müssen, während diese auf Kosten der Praktikanten riesen Gewinne einfahren. Man kann das als Abzocke auf allen Ebenen bezeichnen, die von den Arbeitsverwaltungen auch noch gefördert werden. Aber nicht nur Amazon profitiert so von dieser Praxis, sondern auch andere Unternehmen. Uns liegt aktuell eine Eingliederungsvereinbarung des Bonner Jobcenters vor, in der ein Erwerbsloser dazu verpflichtet wurde, in jeder Bewerbung ein unentgeltliches Praktikum anzubieten. Tut er das nicht, riskiert er Sanktionen, so Behrsing weiter…“

  • Amazon: Zurück zum Absender
    Sie haben bei Amazon etwas bestellt und das gefällt Ihnen nicht? Dann schicken Sie es zurück. Und da die Bedingungen, unter denen die Beschäftigten des Internetversandhändlers arbeiten, nicht gefallen können, legen Sie doch noch einen Brief an den Geschäftsführer der Amazon Logistik GmbH, Robert Marhan, bei. Denn die Arbeit in den verschiedenen Logistik-Zentren bundesweit ist geprägt von niedriger Entlohnung und zahlreichen Befristungen. Einen Tarifvertrag gibt es nicht. (…) Mit der Briefaktion, die sich die Kolleginnen und Kollegen in Bad Hersfeld ausgedacht haben, wollen sie zeigen, dass auch die Kundinnen und Kunden des Versandhändlers ihre Probleme wahrnehmen und sie unterstützen. Der Brief kann heruntergeladen und direkt an den Geschäftsführer geschickt werden. Liegt er in einem Briefumschlag einer Rücksendung bei, leiten die dort arbeitenden Kolleginnen und Kollegen ihn weiter.“ Artikel von Heike Langenberg bei ver.di externer Link
  • Amazon – ver.di: Gemeinsam für gutes Geld und gute Arbeit
    Die Homepage der Kolleginnen und Kollegen, die bei Amazon in Bad Hersfeld arbeiten und sich in ver.di organisieren externer Link
  • Weihnachten bei Amazon
    Erwerbslosenforum und Beschäftigte erheben neue Vorwürfe gegen Internetversandhandel. Kostenlose Arbeitskräfte für das Weihnachtsgeschäft? Neue Vorwürfe gegen die Arbeitsbedingungen beim Online-Versandriesen Amazon werden laut. Artikel von Peter Nowak im Neues Deutschland vom 05.11.2011 externer Link
  • Abzocker des Tages: Amazon – Hunderte von Erwerbslosen müssen umsonst arbeiten
    Das Erwerbslosen Forum Deutschland bezeichnet den Internetgiganten „Amazon“ als „Abzocker“ des Tages, weil dieser auf Kosten von Erwerbslosen, der Arbeitslosenversicherung und dem Steuerzahler kräftige Gewinne einfahren will. Amazon sucht begrenzt für das Weihnachtsgeschäft derzeit Hunderte von Arbeitskräften und lässt diese über die Arbeitsagentur und die Jobcenter rekrutieren. Dazu werden die Erwerbslosen in Gruppen von bis zu 90 direkt in das Unternehmen in Werne zu einer mehrstündigen Informationsveranstaltung eingeladen. Anwesend sind auch Mitarbeiter der Hartz IV-Behörden und der Arbeitsagentur. Allerdings bekommen die zukünftigen Amazon-Mitarbeiter den Job nicht direkt, sondern müssen zwei Wochen ihre Arbeitskraft umsonst als Praktikant anbieten...Meldung im Erwerbslosenforum Deutschland vom 31. Oktober 2011 externer Link
siehe auch

ver.di Blog Amazon externer Link gemeinsam für gutes Geld und gute Arbeit


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