Transfergesellschaft für P+S-Werften
1400 Arbeiter in Stralsund und Wolgast können vorerst aufatmen. Überbrückungskredit für SIAG-Nordseewerke. Artikel von Mirko Knoche in der jungen Welt vom 20.10.2012 . Aus dem Text: "Mit gemischten Gefühlen sind die Arbeiter von drei norddeutschen Pleitewerften ins Wochenende gegangen. Am Freitag machten Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP) und Finanzminister Hartmut Möllring (CDU) in Hannover 300 protestierenden Beschäftigten der SIAG-Nordseewerke aus Emden Hoffnung, den insolventen Betrieb weiterführen zu können. Für die P+S-Werften in Stralsund und Wolgast hatte der Finanzausschuß des mecklenburg-vorpommerschen Landtags am Donnerstag nachmittag den Weg für eine Transfergesellschaft freigemacht, in die bis zu 1400 der 1800 Arbeiter wechseln sollen. Die Zukunft der drei Betriebe ist damit aber noch nicht gesichert."
Neues Konzept als Bedingung: Lloyd-Werft droht Mitarbeitern mit Rauswurf
Die neue Geschäftsführung der Bremerhavener Lloyd-Werft droht nach Informationen von Radio Bremen allen Mitarbeitern, die das neue Werftkonzept nicht unterschreiben wollen, mit der Kündigung. Das geht aus einem Flugblatt des Betriebsrates hervor. Beitrag bei Radio Bremen vom 19.09.2012
Insolvenz P+S Werften Stralsund und Wolgast - Keiner weiß, wie es weitergeht
"Eine bittere Botschaft für 2000 Schiffbauer und ihre Familien: Trotz voller Auftragsbücher müssen die P+S Werften in Stralsund und Wolgast Insolvenz anmelden. Die IG Metall fordert ein Fortführungskonzept, damit beide Standorte erhalten bleiben." Meldung bei der IG Metall vom 21.08.2012
»Dafür kämpfen wir in den nächsten Wochen«
Die Werften in Wolgast und Stralsund entlassen möglicherweise 600 Arbeitskräfte. Alternative der IG Metall: Kurzarbeit. Interview von Mirko Knoche mit Daniel Friedrich , Tarifsekretär der IG Metall Küste, in der jungen Welt vom 16.12.2009
Wadan-Werften in Wismar und Warnemünde
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Gegenwind für Investor
"Aus Sorge um ihre Arbeitsplätze und um einen gerechten Lohn haben sich am Freitag erneut rund 1000 Mitarbeiter vor den Toren der ehemaligen Wadan-Werften in Wismar und Warnemünde versammelt. Während viele Schiffbauer nicht wissen, ob sie überhaupt eine Perspektive auf den in Nordic Yards umbenannten Werften haben, kritisierten Gewerkschafter der IG Metall auf den Kundgebungen, daß der neue Eigner Igor Jussufow Löhne weit unter dem Flächentarifvertrag zahlen will. Die Gewerkschaft hatte am Dienstag die Gespräche mit der Unternehmerseite abgebrochen, nachdem diese einen Haustarifvertrag durchsetzen wollte." Artikel in der jungen Welt vom 26.09.2009
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Proteste gegen neues Management: IG Metall spricht in Werftenkrise von "Erpressung"
"Die Worte des Gewerkschafters sind markig, die Mienen seiner Zuhörer düster. Von einer "Erpressung" und "Geiselnahme" der Belegschaft spricht Rüdiger Klein am Freitagmorgen vor dem Warnemünder Werfttor." Artikel von Jan-Henrik Petermann in der Deutsche Logistik-Zeitung vom 25.09.2009
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Wadan-Werften: Werftarbeiter drohen mit Besetzung
"Die Werftarbeiter der insolventen Wadan-Werften in Rostock-Warnemünde haben mit der Besetzung der Werft noch vor der Bundestagswahl gedroht." Artikel in Deutsche Logistik-Zeitung vom 10.09.2009
- Wadan-Werften: Gläubiger stimmen Übernahme zu
„Die insolventen Wadan-Werften bekommen eine neue Chance: Die Gläubiger der Werften stimmten dem Verkauf von Deutschlands fünftgrößtem Schiffbauer an den russischen Investor Igor Jussufow zu. Der Investor wolle beide Standorte in Wismar und Rostock-Warnemünde für 40 Millionen Euro übernehmen, sagte Insolvenzverwalter Marc Odebrecht am Montag nach einer Sitzung des Gläubigerausschusses in Schwerin. 1600 der zuletzt 2500 Mitarbeiter sollen ihren Job behalten. Für drei Viertel von ihnen soll es eine zweijährige Jobgarantie geben…“ Meldung in der Frankfurter Rundschau vom 18.09.2009
- Wadan-Werften: Gewöhnt an das Prinzip Hoffnung
„Das Land Mecklenburg-Vorpommern droht das Wenige an industriellem Rückgrat zu verlieren, was es dort noch gibt. Von Montag an ruhen die Arbeiten auf den Wadan-Werften in Rostock-Warnemünde und Wismar endgültig. Das Amtsgericht Schwerin hat das Insolvenzverfahren am Samstag förmlich eröffnet und damit die Voraussetzung für den vorläufigen Erhalt der rund 2.500 Arbeitsplätze in Transfergesellschaften geschaffen. Der Insolvenzverwalter hat nun fast drei Monate Zeit, neue Investoren für die beiden Werften zu finden, wie Gerichtsdirektor Peter Winterstein am Samstag sagte…“ Artikel von Frank Pergande in der FAZ vom 01.08.2009
- Werften kündigen 59 neuen Azubis
"Großer Schock für 59 junge Leute in Wismar und Warnemünde: Sie werden ihre Ausbildung am 1. September nicht wie geplant auf den Wadan-Werften beginnen können. In einem Schreiben wurde ihnen mitgeteilt, dass ihre Lehrverträge gekündigt werden, weil die Werften insolvent sind." Artikel von Wolfgang Thiel und Peter Presuss in der Ostsee-Zeitung vom 28.07.2009
- Wadan-Werft in Wismar: Arbeiter beenden symbolische Besetzung
„Die Belegschaft der insolventen Wadan- Werften hat die symbolische Besetzung des Betriebsgeländes in Wismar vorerst beendet. "Für heute sind erstmal keine Aktionen geplant", sagte Betriebsrätin Ines Scheel. Weitere Proteste seien in den kommenden Tagen jedoch nicht ausgeschlossen. Hunderte Mitarbeiter hatten am Donnerstag die Werkstore blockiert, um vor einem Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Russlands Präsident Dmitri Medwedew ihre Angst vor Jobverlusten auszudrücken. Beide Politiker hatten bei Gesprächen in München auch über die Lage bei Wadan beraten. "Wir fühlen uns ernst genommen", sagte Scheel…“ Artikel in der Frankfurter Rundschau vom 16.07.2009
- Schock auf den Werften: Löhne in Gefahr
"Dramatische Wende in Wismar und Warnemünde: Die finanziell leckgeschlagenen Wadan-Werften müssen erneut zittern. 17 Tage nach der vorläufigen Rettungsaktion durch den Lenkungsausschuss der Bundesregierung droht die bewilligte 40-Millionen-Euro-Bürgschaft zu scheitern. Grund: Die russischen Eigentümer können die von Bund und Land geforderten Auflagen nicht erfüllen. Dies bestätigte gestern Wadan-Geschäftsführer Stefan Säuberlich der OSTSEE-ZEITUNG. Säuberlich sagte, ohne die Bürgschaft bestehe die Gefahr, "dass wir am kommenden Montag nicht die Löhne für unsere 2400 Mitarbeiter zahlen können". Gestern Nachmittag stellte sich Wadan-Aufsichtsratschef Andrej Burlakow den Werft-Mitarbeitern in Wismar. Betriebsrat und Belegschaft empfingen den russischen Eigner mit einem gellenden Pfeifkonzert. Sie verlangten Auskunft über die weitere Zukunft der Schiffbaubetriebe sowie Garantien für die Auszahlung ihrer Löhne." Artikel von Jörg Köpke in der Ostseezeitung vom 05.06.2009
EU soll Schiffbau retten. Beschäftigte demonstrieren für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze
"Mehrere tausend Beschäftigte der norddeutschen Werften und ihrer Zulieferer gehen heute und am Freitag für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze auf die Straße. In zahlreichen Städten entlang der Küste haben die Gewerkschaft IG Metall und viele Betriebsräte Kundgebungen und andere Aktionen geplant." Artikel von Hermannus Pfeiffer im ND vom 10.09.2009
Yachtbau Dehler: Belegschaft stellt Insolvenzantrag
"Die Belegschaft der Yachtbau-Firma Dehler hat mit Unterstützung der IG Metall die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beim Amtsgericht Arnsberg beantragt. Dass eine Belegschaft Insolvenzantrag stellt und nicht die Geschäftsführung, hat Gewerkschaftssekretär Fritz Kramer von der IG Metall in Arnsberg noch nicht erlebt. »Wenn es Gründe für einen Verkauf wertvoller Güter gäbe, hätte der Geschäftsführer ja mit dem Betriebsrat reden können«, sagt Kramer. »Er hat es aber vorgezogen, hinter dem Rücken der Belegschaft zu handeln.« Nach einer Betriebsversammlung am Mittwoch vergangener Woche hatte die Belegschaft bereits beschlossen Insolvenzantrag zu stellen, weil Geschäftsführer Wilan van den Berg vorhatte, den Markennamen »Dehler« zu verkaufen. Als van den Berg daraufhin dieses Vorhaben aufgab, sah auch der Betriebsrat vom Gang zum Amtsgericht ab. Am Montag wurde dann in der Firma bekannt, dass die Banken, über die die Bürgschaft hätte laufen sollen, das Projekt abgesagt haben. Außerdem soll Geschäftsführer van den Berg vorgehabt haben, Baupläne und Bootsmodelle zu verkaufen und die Firma so um wertvolles Eigentum zu bringen. Daraufhin stellte die Belegschaft am Montagabend ihren Insolvenzantrag - ohne den Geschäftsführer zu informieren." Meldung im Blog sauerlandthemen vom 17.12.2008
Werften bauen weiter Jobs ab
Leiharbeiter bevorzugt / IG Metall fordert Nachwuchsförderung. Trotz voller Auftragsbücher streichen die deutschen Werften Stellen. Die Arbeit wird von den Stammbelegschaften zu Leiharbeitern verlagert. Artikel in Frankfurter Rundschau online vom 22.09.2005
Ein
Betrieb wird plattgemacht. Das makabere Spiel des Großkonzerns
EADS mit der Flugzeugwerft ASL Lemwerder
Artikel
von Peer Janssen in WATERKANT Heft 2-2004
HDW wird Babcock und Borsig. Papiertiger
fuer den Kriegsminister
Kriegsminister Scharping wurde zuerst informiert
... Tatsächliche Kapitalbewegungen zwischen den beiden Konzernen
sind offensichtlich nicht beabsichtigt. Beabsichtigt sind Geldbewegungen
aus der Staatskasse zu fördern. Beitrag
in LinX - Sozialistische Zeitung für Kiel - Heft 10/2001
Kriegsschiffbau: Todsichere Arbeitsplaetze.
Quersubvention, Konkurrenz, Kooperation und Fusion
"Sorry, we are fully booked", können
die im Rüstungsgeschäft aktiven deutschen Werften frohlocken.
Die aktuelle Neuausrichtung der Bundeswehr für "Out of
area-Einsätze" beinhaltet für die Marine ein Um-
u. Aufrüstungsprogramm.
Beitrag in LinX - Sozialistische Zeitung für Kiel Heft 07/2001
IG Metall Aktion "Rettungsboot"
in Bruessel: Schwach besetzt und "aufgelaufen"
Beitrag
in LinX - Sozialistische Zeitung für Kiel Heft 26/00
IG Metall Aktion "Rettungsboot"
in Kiel: K(r)ampf um Subventionen
Bosse und Betriebsraete riefen 10.000 - 700 kamen
Eine "Kriegsaehnliche wirtschaftliche Auseinandersetzung"
Beitrag
in LinX - Sozialistische Zeitung für Kiel Heft 24-25/00
Dumpf gegen Dumping - IG Metall Aktion "Rettungsboot":
Tai-Chi fuer den Schulterschluss gegen Suedkorea
EMB und CESA trainieren weiter - fuer den Handelskrieg!
Schattenboxen für IG Metall Aktion "Rettungsboot":
"Arbeit für die Werften - Zukunft für Europa".
So lautete am 5.11.1999 das Motto zum 1. Europäischen Aktionstag
für den Schiffbau, den der Europäische Metallarbeiterbund
(EMB) und die IG Metall Küste organisiert hatten. Beitrag
in LinX - Sozialistische Zeitung für Kiel Heft 23/00 |