letzte Änderung am 18. Juni 2003

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Dirk Bresser muss VK-Leiter bleiben!

Diese Riesensauerei dürfen wir uns nicht gefallen lassen!

1. Am 20.1.03 hat Ludger Hinse, Chef der Bochumer IGM, ordnungsgemäß dem IGM-Vorstand geschrieben: "Aufgrund unserer Vertrauensleute-Vollversammlung vom 19.1.03 wurden als Kandidaten für den Aufsichtsrat gewählt: 1.Dirk Bresser, VK-Leiter und 2. Dietmar Hahn, BR-Vorsitzender." Damit hatten die V-Leute eine Regel bestätigt, die über 25 Jahre anerkannt worden ist: zwei aus Bochum kommen in den Aufsichtsrat (AR), der VK-Leiter und der BR-Vorsitzende.

2. Dann der Knall: Dirk Bresser nicht! Den dürft Ihr nicht wählen! Ungeeignet! - Angeführt vom Rüsselsheimer BR-Vors. Klaus Franz begann eine unglaubliche Kampagne gegen die Abstimmung der Bochumer V-Leute und die Person von Dirk Bresser. Dabei auch Ludger Hinse : "Wichtigtuerei und Eigensinn" warf er Dirk vor (Brief an alle Vleute 24.2.03) unter eindeutiger Missachtung der V-Leute-Entscheidung.

3. Reaktion der Bochumer Belegschaft: knapp 4 000 Kolleginnen und Kollegen, fast 70% wählen am 3.4.03 die Kandidaten-Liste mit Dirk Bresser an der Spitze. Die eigene Liste war von der VK-Leitung wie von den allermeisten V-Leuten als einzig mögliche Reaktion verlangt worden, um ihren Kandidaten als einen der 6 Arbeitnehmer im AR durchzusetzen. Die überwältigende Mehrheitsentscheidung der Bochumer Belegschaft erzwang dann die erfolgreiche Wahl von Dirk in den AR.

4. Wütendes Aufheulen der Verlierer: "Dirk und sein Stellvertreter Uwe Spickenreuther haben die IGM geschädigt ! Verfahren nach 10 der Satzung!" Der BR-Vors. Dietmar Hahn, unterstützt von den Anklägern aus Rüsselsheim und Kaiserslautern und den Beisitzern Heinz Schreiber, Bochumer Ex-BR, und H.Leis (Kais.ltn) verlangt "Funktions- und Versammlungsverbot für mindestens 3 Jahre!" Die Angeschuldigten und ihre 2 Beisitzer Wolfgang Schaumberg und Uli Borchers erklären: "Gewerkschaftsschädigend war eher die Art und Weise, wie die Bochumer Entscheidung missachtet wurde. Einstellung des Verfahrens!" – "Unmöglich", hieß die Reaktion vom Vorsitzenden des Untersuchungsausschusses Winfried Stockmann, ehemals Chef der IGM Kamen. Nach langem Hin und Her dann der Kompromissversuch, dem auf Bitte von Dirk und Uwe dann auch ihre 2 Beisitzer zustimmten: einstimmige Empfehlung "Funktionsverbot bis 31.Mai 2004".

5. Fauler Kompromiss, aber zumindest absehbares Ende des Konflikts? Denkste! Als die Beisitzer Schaumberg und Borchers das Protokoll dieses Beschlusses und seine Begründung unterschreiben sollten, hielten sie eine Ergänzung für notwendig. Gemäß Satzung verweigerten sie ihre Unterschrift mit der Erklärung, dass sie die Einstimmigkeit ja unterstützt hatten, um den Konflikt zu beenden. Dabei aber spielte für sie wie auch für die Angeschuldigten eine zentrale Rolle, "dass der Vorsitzende der Kommission das Funktionsverbot bis zum 31.5.04 so interpretiert hat, dass beide Kollegen ab 1.6.04 auch alle ihre Funktionen automatisch wieder wahrnehmen würden, auch die der VK-leitung." Dieser Aspekt fehlte nach Auffassung der 2 Beisitzer in der zur Unterschrift vorgelegten Begründung. – Normalerweise hätte nun der einstimmige Beschluss samt Begründung plus Ergänzung von W.Schaumberg und U.Borchers an den Ortsvorstand der IGM Bochum weitergeleitet werden können. Dieser kann sich dann der Empfehlung anschließen oder beim IGM-Vorstand eine andere Maßnahme verlangen. Dann entscheidet erst der Vorstand.

6. Stattdessen: überraschend ein neuer Termin der Untersuchungskommission am 11.6.03: "Entweder Ihr zieht Eure Ergänzung zum Beschluss zurück und unterschreibt das vorgelegte Protokoll, oder der einstimmige Beschluss ist aufgehoben und wir stimmen neu ab!" – Ein unmögliches Vorgehen nach Auffassung von W.Schaumberg und U.Borchers. In keiner Weise hatten sie ihre Zustimmung zu dem Kompromiss zurückgenommen. Was nach erfolgter Abstimmung ja auch gar nicht geht (und selbst wenn, wäre eine Mehrheit von 3 Stimmen übriggeblieben!) Es wird ein neuer Beschluss gefasst im Sinne des ursprünglichen Antrags von Dietmar Hahn: mit 3 Stimmen und ohne die Beteiligung von W.Schaumberg und U.Borchers wird jetzt die Empfehlung ausgesprochen: Drei Jahre Funktions- und Versammlungsverbot gegen Dirk Bresser und Uwe Spickenreuther!" Und damit auch keine Beteiligung an der V-Leute-Wahl 2004.

7. Was nun???

Wir sind an die 10.000 IGM-Mitglieder bei Opel in Bochum. Wir dürfen uns so etwas nicht gefallen lassen. Erster wichtiger Schritt jetzt: bereits mehrere hundert Kolleginnen und Kollegen haben einen Brief an den IGM-Vorsitzenden Klaus Zwickel unterschrieben mit der Aufforderung, das Verfahren einzustellen! Die Anschuldigungen sind "ein Schlag ins Gesicht für alle Bochumer IG-Metaller"! Die eigene Liste zur AR-Wahl wurde von der Belegschaft verlangt! Die gewerkschaftliche Arbeit von Dirk und Uwe ist auf allen Ebenen als hervorragend gewürdigt worden!

Die Spitzenfunktionäre sollen die Abstimmung der großen Mehrheit der Bochumer Belegschaft und der V-Leute anerkennen!

Vorabdruck aus GoG-Info Nr. 26

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