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Updated: 18.12.2012 16:00 |
Streiks, Demonstrationen und Proteste - und welches Problem sollen uniformierte Europäer lösen? Das Leben der Menschen im Congo ist mehr als schwer - auch jener, die nicht direkt in Gegenden leben (müssen) in denen kriegerische Auseinandersetzungen stattfinden. Was bundesdeutsche Waffenmänner da für eine Rolle spielen sollen fragen sich viele kritische Geister im Lande. Eine kleine aktuelle Sammlung von Material zur Lage und zur Debatte um den EU-Einsatz "Kriegslösung?" vom 26. Juni 2006. Kriegslösung? Die meisten Menschen im Congo interessieren sich nicht sehr
für die kommenden Wahlen - zumal so viele Gruppierungen bereits ausgeschlossen
sind, dass kaum von Wahl die Rede sein kann. Was die Menschen bewegt ist
der Hafenarbeiterstreik von Matadi (letzte Woche beendet) - der einzige
Atlantikhafen des Landes stand lange still und die Importnahrungsmittel
blieben aus. Die Stärke der Gewerkschaft liegt darin, dass sie nicht
nur die Beschäftigten des Hafens organisiert, sondern auch diejenigen,
die den Transport auf dem Congofluss betreiben - wie immer die wichtigste
Verkehrsachse des Landes. Die Bedeutung dieses Streiks wird in dem (französischen)
Bericht "Une
grève a paralysé le port de Matadi et asphyxié Kinshasa"
Aber auch in anderen Bereichen des Landes gibt es bedeutende
soziale Bewegungen und Auseinandersetzungen. Etwa der Streik im öffentlichen
Dienst von Kasai Oriental, dessen Gründe und Auswirkungen in dem
(französischen) Bericht "Kasaï
Oriental : les fonctionnaires de Mbuji-Mayi dans la rue" Ausdrücklich zu Wort gegen deutsche Soldaten im Congo
melden sich auch verschiedenste Blogger aus dem Land - am deutlichsten,
weil mit der Kritik versehen, Deutschland solle sich erst einmal um sein
Rassismusproblem kümmern tut dies Musengeshi Katata in seinem Beitrag
"Deux
milles missionnaires européens armés pour la RDC"
(Zusammengestellt von hrw) |