letzte Änderung am 21. Oktober 2003

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"Die Erwerbslosen- und JobberInnen-Initiative Kaiserslautern lehnt das Hartz-Konzept auch nach den kosmetischen Korrekturen weiterhin ab!

Aus unserer Sicht bleiben auch nach den geringfügigen Änderungen am Hartz-Konzept die folgenden zentralen Kritikpunkte gültig:

Ablehnung der generellen neoliberalen Ausrichtung des Hartz-Konzeptes:

Im Hartz-Konzept wird Arbeitslosigkeit nicht als gesellschaftliches Problem eines Mangels an existenzsichernden Arbeitsplätzen gesehen, sondern als persönliches Problem des einzelnen Arbeitslosen, der einfach zu unflexibel sei. Das eigentliche Ziel ist die Absenkung des gesellschaftlichen Lohn- und Tarifniveaus durch den Ausbau des Niedriglohnsektors und die Absenkung des Arbeitslosen- bzw. Sozialhilfeniveaus. Dabei wir das Heer von Millionen Erwerbslosen als Druckmittel gegen die - noch - abhängig Beschäftigten eingesetzt: Im Rahmen des neoliberalen Ansatzes des "aktivierenden Sozialstaats" wird dann in blumiger Sprache von "fördern und fordern" der Arbeitslosen gesprochen.

Zentrale Kritikpunkte am Hartz-Konzept im Einzelnen:

Weitere Kritikpunkte:

Fazit:

Alle Regelungen der Gesetzentwürfe verschlechtern letztendlich die Dauer sowie die Möglichkeit des Verbleibs im Schutz der Arbeitslosenversicherung und verringern bzw. rauben den abhängig Beschäftigten die von ihnen erarbeiteten Rechtsansprüche. Die Hartz III und IV Gesetzentwürfe sind 2 wichtige Steine im Mosaik des stärksten Eingriffs in die sozialen Rechte und Existenzbedingen der arbeitenden und erwerbslosen Menschen in der BRD.

Die Arbeitslosigkeit wird damit nicht abgebaut, sondern durch statistische Tricks und das Herausfallen von bis zu einer Million Menschen aus dem Bezug nur kaschiert!

Stattdessen wird für viele Erwerbslose und Teile der Beschäftigten dem Weg in die Armut Vorschub geleistet."

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