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Updated: 18.12.2012 16:09

Datenaffäre bei der Deutschen Bahn

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Arbeitsgericht verpflichtet Deutsche Bahn zur Datenauskunft new

„Das Arbeitsgericht Frankfurt verurteilt die DB Systel GmbH, die IT Firma der Deutschen Bahn, zur Auskunft der personenbezogen Daten, die nach §34 des Bundesdatenschutzgesetzes verlangt aber nicht erteilt wurde. Grund der Datenauskunft waren fast tägliche Bespitzelungsaktionen und Datenskandale bei der Bahn. Bisher verweigerte die Bahn in wichtigen Bereichen die Datenauskunft. Az.: 7 Ca 835/10…Meldung bei Netzwerk-IT vom 21.01.2012 externer Link

Bahn prüft Klage gegen Ex-Chef Mehdorn

Der Aufsichtsrat der Bahn erwägt, als Reaktion auf den Daten-Skandal Schadenersatzansprüche zu stellen - gegen Ex-Vorstandschef Mehdorn. Dieser soll nämlich nicht nur von der Überwachung der Mitarbeiter gewusst - sondern sie sogar gefördert haben. Artikel von Thomas Wüpper in der Frankfurter Rundschau vom 18.06.2011 externer Link

Lex Bahn für den Datenschutz: Nach den Späh-Skandalen beschließt die Deutsche Bahn deutlich schärfere Regeln

"Die Deutsche Bahn hat sich mit dem Betriebsrat und den Gewerkschaften auf eine Art Grundgesetz für den Datenschutz im Unternehmen geeinigt. Nach mehr als einjährigen Verhandlungen verständigten sich beide Seiten auf eine Konzernvereinbarung, die einen besseren Schutz sensibler Informationen über Mitarbeiter garantieren soll. Das Unternehmen will damit einen Schlussstrich unter die so genannte Datenschutzaffäre ziehen. (.) Die neue Datenschutzvereinbarung fußt auf drei Säulen: Zum einen gibt es künftig schärfere Auflagen für den Umgang mit Mitarbeiterdaten, das gilt für die Weitergabe und für das Sammeln von Informationen. Auch wird es mehr und besser geschultes Personal geben, das die Einhaltung der Regeln überwacht. Zudem sollen die Bestimmungen jährlich überprüft werden. Der stellvertretende Konzernbetriebsratsvorsitzende Jens Schwarz fasste den entscheidenden Punkt des neuen Regelwerks so zusammen: "Die neue Kultur besteht darin, dass man vorher informiert wird." Artikel von Nikolaus Doll in Die Welt vom 26.11.2010 externer Link

Datenaffäre der Bahn: War Betriebsrat dabei?

"Die Datenaffäre bei der Deutschen Bahn (DB) weitet sich aus. In die Ausspähaktionen soll auch der Konzernbetriebsratschef Günter Kirchheim verwickelt gewesen sein. Laut internen Dokumenten, die dem Spiegel vorliegen, soll er bei der Jagd der Konzernsicherheit auf anonyme Informanten mitgeholfen haben. Wegen des Skandals mussten Ex-Bahnchef Hartmut Mehdorn und weitere Manager gehen. Jahrelang wurde die Belegschaft ausgespäht, angeblich im Kampf gegen Korruption. Doch steht bereits fest, dass auch interne Kritiker mundtot gemacht werden sollten. Auch Betriebsräten der Bahn wurden in anonymen Briefen illegale Praktiken und persönliche Bereicherung vorgeworfen. Unter Mehdorn sei wenig unternommen worden, um die Vorwürfe aufzuklären, so das Magazin. Stattdessen fahndete die Konzernsicherheit nach den Verfassern. Ende November 2006 wurden dazu Dienstcomputer und E-Mail-Verkehr von drei Bahnmitarbeitern durchsucht. Kirchheim soll dem Bericht zufolge die Aktion aktiv unterstützt haben. Von den Ergebnissen habe er aber nie erfahren, sagte er dem Magazin. Die Vorwürfe bringen auch die Gewerkschaft Transnet, der Kirchheim angehört, unter Druck. Heute beginnen die Wahlen der Vertreter der Belegschaft für den Aufsichtsrat. Die Lokführergewerkschaft GDL reagiert empört. Die schlimmsten Befürchtungen seien mit diesem Skandal übertroffen worden, erklärte GDL-Chef Claus Weselsky." Meldung in der Frankfurter Rundschau vom 12.01.2010 externer Link. Siehe dazu:

  • Spiegel: "Unheilige Allianz"
    Der zitierte Spiegel-Artikel steht auf der Seite der GDL externer Link pdf-Datei
  • "Spiegel"-Artikel: GDL kocht trübes Wahlkampf-Süppchen
    "Der "Spiegel" berichtet in der Ausgabe vom 11. Januar über angebliche illegale Machenschaften im Umkreis des Konzernbetriebsrates. Insbesondere wird der Vorsitzende des KBR, Günter Kirchheim, angegriffen. Dass Kollege Kirchheim die Konzernsicherheit eingeschaltet hat, um herauszufinden, wer hinter anonymen Mails gegen ihn steckt, ist nicht zu beanstanden. Jedenfalls solange nicht, wie dabei datenschutzrechtlich alles in Ordnung ist. Es ist mehr als durchsichtig, wenn die GDL jetzt hier einen "Skandal" sieht. Sie zieht einen mehr als schrägen Vergleich zur DB-Datenaffäre. Bei dem Versuch, sich gegen andere Gewerkschaften zu profilieren, verliert die GDL offenbar jeden Maßstab. Sie versucht, ein Wahlkampf-Süppchen auf dem Feuer zu kochen, das der "Spiegel" da entfachen wollte. Allerdings reicht es dabei nicht mal zu einem Fünkchen. Denn alles, was der "Spiegel" ansonsten an Vorwürfen vorbringt, ist olles Zeug und bereits mehrfach widerlegt. Da wird die GDL ihr Süppchen wohl kalt schlürfen müssen." Meldung der Transnet vom 11.01.2010 externer Link
  • Vertrauen der Eisenbahner missbraucht!
    "Der Transnet-DB-Konzernbetriebsratsvorsitzende Günter Kirchheim hat, wie immer Hand in Hand mit dem DB-Vorstand die DB-Konzernsicherheit dazu benutzt, jene Kollegen auszuspionieren, die die persönliche Bereicherung von Betriebsräten anprangerten. Das berichtete das Nachrichtenmagazin Spiegel heute...." GDL-Aushang - Fakten vom 11.01.2009 externer Link

Detekteien: Spitzelei, ausgelagert

"Seit auch die Deutsche Bank mit einer Bespitzelungs-Affäre kämpft, tauchen Namen von Sicherheitsunternehmen und Detekteien auf, die bereits während der Skandale bei Telekom und Bahn eine Rolle spielten. Die drei Großkonzerne vergaben ihre Überwachungsaufträge zum Teil an dieselben Dienstleister - diese wiederum beauftragten oft Subunternehmer." Artikel von Matthias Thieme in Frankfurter Rundschau vom 30.09.2009 externer Link

Bahn sammelte Krankendaten von Mitarbeitern

"Neue Enthüllung bei der Bahn: Der Konzern hat einen weiteren Fall von "unzulässiger Datensammlung" eingeräumt. Demnach wurden Krankendaten von Mitarbeitern auf Listen der Sicherheitsabteilung geführt - die Verantwortlichen sollen nun gehen." Artikel in Spiegel online vom 04.08.2009 externer Link

LobbyControl enthüllt verdeckte PR-Aktivitäten der Deutschen Bahn

"Die Deutsche Bahn AG ließ 2007 während der Auseinandersetzungen um die Bahnprivatisierung verdeckte PR-Aktivitäten durchführen. Dies bestätigte das Unternehmen heute in einer Antwort auf Recherchen von LobbyControl. Beauftragt wurde demnach die Lobby-Agentur "European Public Policy Advisers GmbH" (EPPA), das Auftragsvolumen belief sich auf 1,3 Mio. Euro. Innerhalb dieses Auftrags beauftragte EPPA nach schriftlicher Auskunft der Deutschen Bahn wiederum die Denkfabrik berlinpolis e.V. mit PR-Maßnahmen. Die Vertragsbeziehung mit der EPPA und ihren Subunternehmen wurden bereits 2007 wieder beendet...." Beitrag auf LobbyControl vom 28. Mai 2009 externer Link. Siehe dazu:

  • »Wir brauchen ein Lobbyisten-Register«
    Viele Medien haben die gezielten Desinformationen der Bahn AG unkritisch übernommen. Ein Interview von Gitta Düperthal mit Ulrich Müller externer Link, geschäftsführender Vorstand des Vereins LobbyControl in Köln, in der jungen Welt vom 30.05.2009
  • Bahn kaufte Meinung
    Unter Druck mußte die Bahn eingestehen: Die Beschlüsse zur Bahnprivatisierung kamen auf der Grundlage von Manipulation des Parlaments und der Öffentlichkeit zustande. Artikel von Winfried Wolf in der jungen Welt vom 30.05.2009 externer Link. Aus dem Text: ".Interessant an den Enthüllungen ist im übrigen der nun publik gewordene Zeitpunkt: Anfang 2007, als die Bahn diese verdeckte Medienfinanzierung aufnahm (oder auch intensivierte), erreichte die Kampagne gegen die Bahnprivatisierung ein neues Stadium. Das Bündnis Bahn für Alle (BfA) entwickelte sich u. a. mit den neuen Bündnispartnern ver.di und IG Metall zu einer breiten Kampagne. Im März 2007 wurde in Berlin der Film »Bahn unterm Hammer« uraufgeführt - mitgetragen von BfA. Zur selben Zeit präsentierte die Initiative die neue Bündnis-Website www.deinebahn.de. Wenige Wochen danach wurde eine Website mit der Bezeichnung www.meinebahndeineBahn.de hochgefahren - getarnt als »Bürgerinitiative«, mit vielen Anleihen bei www.deinebahn.de, jedoch mit Propaganda für die Bahnprivatisierung. Wie wir nun wissen: Auch diese Internet-Präsenz wurde durch die Deutsche Bahn AG finanziert."

Datenaffäre bei der Deutschen Bahn

  • Kein Datenskandal bei Transnet
    "Transnet schnüffelt hinter Mitgliedern her" und "Nichts gelernt: Datenskandal bei Transnet" waren die Überschriften, die in der Presse am 17./18.05.2009 zu lesen waren. Etwas zu voreilig haben auch wir zwei dieser Meldungen verlinkt. Dahinter steckt nichts, jedenfalls nichts skandalöses. Wie am 20.05.2009 im Neues Deutschland zu lesen war (Der Artikel ist kostenpflichtig), heißt es unter der Überschrift: "Angeleimt: Kein Transnet-Datenskandal" externer Link: "...Am Wochenende hatte der »Spiegel« berichtet, um die Höhe der Mitgliedsbeiträge für die Gewerkschaft zu überprüfen, sei mit der Deutschen Bahn ein Datenabgleich durchgeführt worden. Ein Vorgang, der von keiner Seite bestritten wird. Doch der »Spiegel« sieht hier einen »Datenskandal« und reflexartig haben anderen Medien ihn zitiert. Für diese Aufregung hat man bei Transnet nur Kopfschütteln übrig. Gewerkschaftsmitglieder zahlen auf unterschiedliche Art ihre Beiträge - auch über sogenannten Betriebseinzug. Das heißt, der Gewerkschaftsbeitrag wird vom Arbeitgeber vom Lohn einbehalten und an die Gewerkschaft abgeführt. Nach Tariferhöhungen erfolgt automatisch eine Beitragsangleichung. Um das zu überprüfen, hat Transnet 1994 und 1998 den Datenabgleich veranlasst. Das Vorhaben wurde mit der Datenschutzbehörde abgeklärt..." Der Bericht des Datenschutzbeauftragten an den Bundestag von 1994 liegt uns nun dankenswerterweise vor. Es ist eindeutig: Es war kein Skandal! Sorry!

    • Transnet schnüffelt hinter Mitgliedern her
      "Die in der Datenaffäre schwer belastete Deutsche Bahn hat auch für die Gewerkschaft Transnet Daten von Beschäftigten überprüft. Transnet ließ von dem Unternehmen abgleichen, ob die Gewerkschaftsmitglieder ihre Mitgliedsbeiträge in der satzungsgemäßen Höhe von ihrem Einkommen entrichtet haben, bestätigte die Gewerkschaft..." AFP-Meldung in der Frankfurter Rundschau vom 18.05.2009 externer Link
    • Nichts gelernt: Datenskandal bei Transnet
      "Von der Bahn-Gewerkschaft Transnet ist man einiges gewohnt. Über ein Jahrzehnt kämpfte ihre Führung Seit an Seit mit dem Unternehmensvorstand für die Kapitalprivatisierung des bundeseigenen Unternehmens. Dem Börsenwahn fielen in dieser Zeit über 100000 Arbeitsplätze zum Opfer. Auch mußten die Mitarbeiter kräftige Reallohnverluste hinnehmen. Doch selbst hartgesottene Transnet-Chronisten dürften am Wochenende trotz einschlägiger Vorerfahrungen ins Staunen geraten sein. Denn daß eine Gewerkschaft einem Unternehmen ihre komplette Mitgliederliste zwecks Abgleich von Gehaltshöhe und entrichtetem Beitrag überreicht, dürfte ein einmaliger Vorgang sein und wirft auch neue Fragen in bezug auf eine Mitwisserschaft der Gewerkschaftsführung bei der Datenaffäre der Bahn auf..." Artikel von Rainer Balcerowiak in der jungen Welt vom 18.05.2009 externer Link
  • Hygiene und Ruhe bei der Bahn: Vorstands- und Aufsichtsratschef halten die Datenschutzaffäre mit Personalumbau für beendet
    Die Deutsche Bahn AG will mit einem personellen Neuanfang einen Schlussstrich unter die Datenschnüffelaffäre ziehen. Die Gewerkschaften sehen dies anders. Artikel von Erich Preuß im Neues Deutschland vom 14.05.2009 externer Link. Aus dem Text: "...Auf der Grundlage eines Berichts der Anwälte und Ex-Bundesminister Herta Däubler-Gmelin und Gerhart Baum zum Datenmissbrauch hat die Deutsche Bahn AG weitere personelle Konsequenzen gezogen. Der Aufsichtsrat nahm bei seinem Treffen am Mittwoch in Berlin den Rücktritt der Vorstände Margret Suckale (Personal), Norbert Bensel (Güterverkehr) und Otto Wiesheu (Wirtschaft und Politik) sowie des vorherigen Vorsitzenden Hartmut Mehdorn an. Der zweite Personalvorstand Norbert Hansen wird das Unternehmen »gesundheitsbedingt verlassen«. Das habe, so wurde beteuert, mit der Datenaffäre nichts zu tun..."

  • Die Causa "Lärmzug"
    Verdächtigen, ausspionieren, kaltstellen: Die Untersuchungsberichte zur Bahn enthüllen ein unheimliches System - und keiner will davon gewusst haben. Artikel on Michael Bauchmüller und Hans Leyendecker in der Süddeutschen Zeitung vom 15.05.2009 externer Link

  • In Mehdorns Diensten
    Mitarbeiter der Bahn berichten, wie der Sicherheitsapparat ihres Konzerns sie ausspioniert und drangsaliert habe. Artikel von Günter Wallraff in Die Zeit vom 23.04.2009 externer Link. Aus dem Text: "Den Termin hatte er mehrere Male verschoben. Dann stand er doch vor der Tür. Ein Mann um die 40. Entschieden im Auftreten, unprätentiös und direkt. Was er mitbrachte - diese geheimnisvollen Andeutungen über Orwellsche Zustände bei der Deutschen Bahn (DB), über das Aushorchen und Drangsalieren von Mitarbeitern mit Mitteln der Datenverarbeitung -, machte mich misstrauisch und neugierig zugleich. Neugierig, weil dieser Mann kein Niemand war. Verschiedene Informanten hatten mich auf ihn aufmerksam gemacht, und endlich hatte ich Kontakt bekommen. Ralf Skrzipietz, dessen Namen man »Schipietz« ausspricht, hat nach seinem Jurastudium 1998 eine Anwaltskanzlei eröffnet. Später machte er Karriere bei der Bahn: Er leitete die Rechtsabteilung eines Bahnbetriebs, wurde Justiziar des Konzernbetriebsrats, und 2006 schließlich Betriebsratsvorsitzender in der Berliner Konzernverwaltung und Mitglied im Aufsichtsrat. Dort vertritt er die Arbeitnehmerbelange von 2500 Menschen. Seine Kanzlei hat er nebenbei weiterbetrieben."Siehe dazu:

  • Günter Wallraff zur Bahn-Überwachung: "Mehdorn war der Diktator"
    "Herr Wallraff, Sie schreiben, die Bahn sei mit sehr fragwürdigen Methoden gegen ihre Mitarbeiter vorgegangen, habe Angestellten Pornos und Hitlers "Mein Kampf" auf ihre Computer gespielt, um besser kündigen zu können - haben Sie da nicht etwas dick aufgetragen?..." Interview von Matthias Thieme mit Günter Wallraff in der Frankfurter Rundschau vom 23.04.2009 externer Link

  • Die Bahn-Stasi
    "Jetzt zeigt sich das unglaubliche Ausmaß des Bahn-Skandals: Wenn sich die zahlreichen Indizien bewahrheiten, geht es bei der Bahn nicht mehr um eine Daten-Affäre, sondern um einen Abgrund an systematischer Konzern-Kriminalität. Nicht mehr um Regelübertretungen, sondern um massive Gesetzesverstöße - ausgeführt von der Abteilung Konzernsicherheit, welche direkt dem Vorstand unterstellt ist." Kommentar von Matthias Thieme in der Frankfurter Rundschau vom 24.04.2009 externer Link

  • "Völlig auf rechtliche Prüfung verzichtet"
    Rüge vom obersten Datenschützer Berlins: Ohne Gesetzesverstöße hätte die Bahn etliche Daten nicht bekommen können. Artikel von Daniela Kuhr und Klaus Ott in der Süddeutschen Zeitung vom 08.04.2009 externer Link

  • Mehdorn, der angeblich so erfolgreiche Bahnchef, muss gehen
    "Nicht um Steine hinterher zu werfen, sondern um keine falschen Schlüsse aus der Vergangenheit zu ziehen, ein paar Nachbemerkungen zu Hartmut Mehdorn und der Deutschen Bahn AG. Mehdorn war während seiner ganzen Karriere einer der cleversten und erfolgreichsten Public Relations-Nutzer. Er hatte in seiner Karriere fast durchgehend ein besseres Image, als die Fakten erlauben können. Das beruhte zumindest in der Zeit seiner Tätigkeit für die Bahn wesentlich darauf, dass er intensiv und vermutlich mit viel Aufwand die Instrumente der Öffentlichkeitsarbeit und der PR-Agenturen nutzte. Am Ende meines Textes findet sich ein Nachtrag zu den ersten Meldungen und Kommentaren zum Rücktritt. Diese Meldungen verstärken den Eindruck, dass wir auch hier wieder massiv manipuliert werden." Bemerkungen von Albrecht Müller auf den Nachdenkseiten vom 31.03.2009 externer Link

  • Mehdorn technisch k. o.
    "Er sei »kein Handtuchwerfer«, ließ Bahnchef Mehdorn mehrfach verlauten. Am Montag, als er eigentlich neue Erfolgszahlen aus dem Bereich der kreativen Buchführung feiern lassen wollte, mußte er doch seinen Rücktritt anbieten. Als Vorwand dient die flächendeckende Bespitzelung im Mehdornschen Bahn­imperium. Der entscheidende Grund allerdings ist das Scheitern des Bahnbörsengangs: Ende März 2009 schloß sich das Zeitfenster, in dem die Bahn auf Basis des 600seitigen Börsenprospektes vom September 2008 hätte verkauft werden können. Mit der gestern vorgelegten 2008er Bilanz wurde der Prospekt Makulatur. Der entscheidende Grund für den Abgang des Bahnchefs wird allerdings von einer Kakophonie mit drei Strophen übertönt..." Artikel von Winfried Wolf in der jungen Welt vom 31.03.2009 externer Link

  • Ein erster Kommentar zum Rücktritt des DB-Vorstandsvorsitzenden: Die Aufklärung muss weiter gehen!
    Extrablatt von der Basisinitiative Bahn von unten in TRANSNET vom 30.03.2009 externer Link pdf-Datei

  • 10 Jahre später und 100.000 Mitarbeiter weniger: Bilanz super!
    1999 wurde Hartmut Mehdorn Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG. Zu verdanken hatten wir dies Gerhard Schröder. Am heutigen Tage [30. März 2009] wird er seinen Rücktritt anbieten. Hört sich gut an: Seinen Rücktritt anbieten. Diese Chance hatten fast 100.000 Menschen nicht, sie wurden einfach entlassen. Ausbaden dürfen das nun noch 237.000 Menschen, welche zur Zeit bei der Bahn unter z.T. unmenschlichen Arbeitsbedingungen die Entlassungen kompensieren müssen sowie Millionen von Bürgern, die sich für viel Geld den Arsch am Bahnsteig abfrieren dürfen, weil mal wieder weit und breit kein Zug in Sicht ist. Jetzt bietet dieser Mensch seinen Rücktritt an, er habe sich zwar nichts vorzuwerfen und sei Teil einer Kampagne, also eigentlich selbst Opfer und so weiter. Naja, er wird mit ein paar Milliönchen seine Opferrolle sicherlich bei einem guten Wein genießen können. Jetzt ist die Reizfigur also endgültig weg und alles wird gut? Schön wär es ja, allein uns fehlt der Glaube... Siehe dazu: "Aus Bahnchef wird Hartmut: Mehdorn tritt zurück" externer Link bei n-TV vom 30.03.2009

  • Der König der Schnüffler
    "Der Schnüffelskandal bei der Deutschen Bahn weitet sich aus. Entgegen bisheriger Aussagen forschte der Staatskonzern auch den kompletten E-Mail-Verkehr der Belegschaft aus, suchte ohne Wissen der Mitarbeiter nach Kontakten zu Wissenschaftlern, Journalisten und Bahn-Kritikern. Das geht aus einem Zwischenbericht der Sonderermittler hervor. Die Gewerkschaften Transnet und GDBA fordern deshalb erstmals den Rücktritt von Bahn-Chef Hartmut Mehdorn. Auch in der Regierung schwindet der letzte Rückhalt für den Manager." Artikel von Thomas Wüpper und Matthias Thieme in der Frankfurter Rundschau vom 28.03.09 externer Link

  • Bahn-Chef wollte mit Spähaktion Informationslecks finden
    „Die Bahn hat das massenhafte Ausspähen ihrer Mitarbeiter nicht nur zur Korruptionsabwehr genutzt. Nach Informationen dieser Zeitung diente die Aktion auch dazu, Informationslecks abzudichten, durch die Nachrichten an Politiker und Journalisten abflossen. Bisher hatte die Bahn ihr Verhalten nur mit der Korruptionsbekämpfung begründet. Ihm liege ein interner Brief von Bahn-Chef Hartmut Mehdorn aus dem Jahr 2002 vor, in dem jedem Mitarbeiter mit fristloser Kündigung gedroht werde, der unabgesprochen Informationen an die Öffentlichkeit bringe, sagt Horst Friedrich, Vorsitzender des Verkehrsausschusses des Deutschen Bundestages. Seinen Informationen nach seien bei der internen Rasterfahndung vor allem die gewählten Telefonnummern der Mitarbeiter mit denen von Politikern und Journalisten abgeglichen worden…“ Artikel von Alexander Dahl in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom 04.02.2009 externer Link
  • Interview mit Horst Friedrich: "Bahn prüfte Politiker und Journalisten"
    Der FDP-Verkehrspolitiker Horst Friedrich erhebt im Gespräch mit FR-online.de vom 05.02.2009 externer Link neue Vorwürfe gegen Bahnchef Hartmut Mehdorn.
  • Anzeige gegen unbekannt: Spitzel hört mit
    „Die Spitzelaffäre bei der Deutschen Bahn weitet sich aus. Kritiker der Privatisierung verdächtigen den Konzern, sie ebenfalls überwacht zu haben. Eine Strafanzeige soll aufklären, ob das Bündnis "Bahn für alle" illegal abgehört wurde. Ihm gehören unter anderen Verdi, IG Metall, Attac und der BUND an… Artikel von Thomas Wüpper in der Frankfurter Rundschau vom 05.02.2009 externer Link
  • Privatisierungskritische Eisenbahner fragen: Wurden auch wir im „System Mehdorn“ ausgeschnüffelt? Orwell lässt grüßen!
    "Die aktuelle Schnüffel-Affäre bei der Deutschen Bahn AG (DB) hat auch eine politische Dimension jenseits der Korruptionsbekämpfung. „Wurden auch wir ausgeschnüffelt?“, fragen Mitglieder der Gewerkschaft TRANSNET, die die privatisierungskritische Initiative Bahn von unten unterstützen…Ein Artikel von www.bahnvonunten.de vom 2. Februar 2009 externer Link
  • Daten-Affäre: Mehdorns Spitzel-Bude
    Die zentrale Rolle in den großen Datenskandalen bei Bahn und Telekom spielt eine kleine Firma in Berlin-Charlottenburg: Nur sechs Mitarbeiter hatte Network Deutschland - und bekam von den beiden Konzernen doch riesige Datenmengen anvertraut. Ohne schriftliche Aufträge, ohne klare Beschreibung der Aufgaben…“ Artikel von Matthias Thieme in der Frankfurter Rundschau vom 03.02.2009 externer Link
  • Bespitzelungsaffäre bei der Bahn: Heftige Attacken gegen Mehdorn
    „Wegen der Ausspähung von Mitarbeitern gehen die Bahngewerkschaften so hart wie nie zuvor mit Hartmut Mehdorn ins Gericht. Sie fordern nicht nur eine Sondersitzung des Aufsichtsrats, sondern auch eine Entschuldigung - sonst steht Mehdorns Job auf dem Spiel…Artikel von Klaus Ott in der Süddeutschen Zeitung vom 01.02.2009 externer Link
  • Deutsche Bahn: Das System Mehdorn
    „Zu gern sähe Bahn-Chef Hartmut Mehdorn seinen Konzern wegen der Milliardengewinne und Millionenakquisitionen in den Schlagzeilen. Stattdessen gibt es dort Pleiten und Pannen: Spitzelaffäre, Streiks, Achsenprobleme und vielleicht Kurzarbeit im Güterverkehr. Das Scheitern des Börsengangs ist noch nicht verdaut, da muss sich die Bahn schon wieder im Krisenmanagement beweisen. Doch das, was der Bahn in diesen Tagen widerfährt, hat seine Ursache nicht nur in der Wirtschaftskrise oder bloßem Pech. Die Bahn-Führung, allen voran Mehdorn, hat dazu ihren Beitrag geleistet…Artikel von Kerstin Schwenn in der FAZ vom 30.01.2009 externer Link

BigBrotherAward 2007 in der Kategorie "Wirtschaft" für die Deutsche Bahn AG

Der BigBrotherAward 2007 in der Kategorie "Wirtschaft" geht an die Deutsche Bahn AG, da sie systematisch anonymes Reisen mit den Mitteln des faktischen Zwangs unmöglich macht: Auflösen von Fahrkartenschaltern, Automaten ohne Bargeldannahme, personalisierter Kauf im Internet, Abfrage des Geburtsdatums und Zwangsabgabe eines Bildes bei Bahncards, flächendeckende Videoüberwachung und ein RFID-Chip in der Bahncard 100 ohne Kunden zu informieren u.v.m. Siehe die Laudatio externer Link. Aus der Laudatio von padeluun: ".Ein Staatskonzern, der so viele Bewegungsdaten von Menschen sammelt, stellt ein hohes Risiko dar. Ein Konzern, der Profit abwerfen soll, ist kein guter Garant für vertraulichen Umgang mit personenbeziehbaren Daten.
10.000 Fahrkartenautomaten gibt es in ganz Deutschland, die keine Brötchen, aber Fahrkarten verkaufen. 10.000 Automaten, für die weder Sozialabgaben noch Lohnsteuer abgeführt werden. 10.000 Automaten, die alle gleichgeschaltet am großen Zentralrechenzentrum hängen. 10.000 Automaten, die zusammen mit ihren Spießgesellen, den am Internet angeschlossenen Heim-PCs, Daten saugen und ihren Herren ausliefern. 10.000 Automaten, die von Videokameras überwacht werden, damit sie nicht fortlaufen ... weil selbst sie die soziale Kälte nicht ertragen können.
"

siehe auch

Arbeitnehmer- datenschutz unter Grundrechte


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