letzte Änderung am 24. Februar 2004

LabourNet Germany ARCHIV! Aktuelle Meldungen im neuen LabourNet Germany

Home -> Diskussion -> (Lohn)Arbeit -> Aktionen -> Demo03 -> Danach -> EuropaImApril -> April-Kritik Suchen

Zum Stand der Verhandlungen über den Ablauf des 3.April in Berlin

Massive Kritik von Seiten des Berliner Bündnis an dem Konzept und Vorgehen des DGB

Stand 21.02.2004

Liebe Freundinnen und Freunde,

es gibt in Berlin von Seuten der Sozialen Bündnisse, aber auch innerhalb der Gewerkschaften, massiven Unmut darüber, das der DGB hinsichtlich der Mobilisierung für Berlin nur sehr partiell Bündnisfähig ist, und viele Aufgabe im Alleingang entscheidet. Zum Stand der Mobilisierung aus DGB-Sicht könnt ihr den folgenden Link anklicken.

Am Mittwoch wird es den Versuch eines letzten klärenden Gesprächs geben. Denn

1. Es ist nach wie vor unklar, wer von Seiten der sozialen und globalisierungskritischen Bewegung auf der Abschlusskundgebung sprechen wird. Einflussreiche Kräfte innerhalb des DGB wollen z.b. verhindern das Attac, aber auch andere sprechen. Lieber ist ihnen jemand von der Kirche
etc.

2. Die Anfangszeit der Demo nach den Vorstellungen des DGB um 10.30h sein. Abschlusskundgebung ab 12h. Das ist eine katastrophe für Mobilisierungen in Berlin, aber auch darüber hinaus!

3. Die Demorouten sind katastrophal. Nachdem das Bündnis gegenüber dem DGB durchgesetzt hatten, dass es den Auftakt Alexanderplatz gibt, hat der DGB jetzt eigenmächtig Demorouten festgelegt, die menschenleer sind.

4. Das Kulturprogramm ist eine Katastrophe: Die Prinzen und Heinz-Rudolf Kunze.

5. Der DGB rechnet mit 50 000, will also nicht unbedingt mehr mobilisieren. Das Mobilisierungskonzept ist bürokratisch, und soll in erster Linie dazu
dienen, die Gewerkschaften gut dastehen zu lassen. Die Bewegung von unten, sozialen Bewegungen, Globalisierungskritier etc. sind dann nur noch Beiwerk für die Applausveranstaltung. Null Bewegung, Null Kampf. Es wäre viel mehr drin, mindestens 200 000. Doch der DGB will das nich wirklich.

6. Die Auseinandersetzung mit dem DGB in Berlin ist aus unserer Sicht enorm wichtig, da auch in Köln und Stuttgart es ähnlich, zum Teil noch
katastrophalere Zustände gibt.

7. Wir bitten euch daher, Druck und Protest von unten zu machen. Laßt euch die demobilisierende Konzepte des DGB nicht aufdrücken, kämpft (mit den Verbündeten in den Gewerkschaften, z.b. ver.di) darum, dass die sozialen und globalisierungskritischen Vertreter gleichberechtigt bei den Auftakt und Abschlusskundgebungen sprechen können, und kämpft darum das die politische Stoßrichtung gegen den Sozialkahlschlag von Rot-Grün im Bund geht, also gegen Schröder und Fischer.

8. Das Berliner Bündnis lädt zu einer breiten Aktionskonferenz am 6.März in Berlin ein. Für alle, die am 3.April in Berlin mit dabei sein wollen. Die
Konferenz findet ab 13h im DGB Haus Berlin, Keithstr.1-3, U-Bhf Wittenbergplatz, statt. Kommt zahlreich! am 6.März wird (wenn nichts mehr
dazwischenkommt) unsere 8-seitige Massenzeitung mit einer Auflage von 100 000 erscheinen. Wenn ihr wollt, könnt ihr diese dann bestellen oder in Berlin gleich mitnehmen.

9. Wenn ihr bei us Nachfragen habt oder mit uns in Kontakt treten wollt, meldet euch beim Berliner Bündnis.

Solidarische Grüße,
Sascha Kimpel

LabourNet Germany Top ^