letzte Änderung am 28. Okt. 2002

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Arbeitszeitverkürzung statt Arbeitsplatzabbau!

Die Metall- und Elektroindustrie steht vor massiver Arbeitsplatzvernichtung. Tausende von Stellen stehen in großen und kleinen Betrieben zur Disposition. Mindestens 5000 Arbeitsplätze sind allein im Bereich der Telekommunikation und der Informationstechnologie in der Region Stuttgart in Gefahr. Gemessen am letzten Höchststand im August 2001 sind im Südwesten seitdem 44.600 Jobs gestrichen worden.

Während die Unternehmer die Produktivitätsfortschritte in den letzten Jahren weitgehend in die eigene Tasche stecken konnten, werden beim ersten Krisenzeichen sofort wieder Arbeitsplätze angegriffen. Von der Flexibilität, die gerne von den Arbeitgeberverbänden eingefordert wird, ist da wenig zu spüren.

Als Gewerkschaft müssen wir entsprechend reagieren, dabei auf unsere einzig wirksame Antwort zurückgreifen und diese mit langem Atem wieder durchsetzbar machen: Arbeitszeitverkürzung.

Obwohl selbstverständlich, betonen wir: Wenn es keinen Lohnausgleich gibt, werden die Beschäftigten zu Überstunden oder Nebenjobs gezwungen. Wenn es keine Leistungsbegrenzung gibt, verfehlt diese Maßnahme in weiten Bereichen ihren Zweck.

Wir alle wissen, dass es derzeit keine Aufbruchsstimmung unter den Mitgliedern für eine allgemeine Arbeitszeitverkürzung gibt. Deshalb muss alles unternommen werden, Arbeitszeitverkürzung, als eine Antwort auf die dramatische (Nicht-) Beschäftigungssituation, wieder mobilisierungsfähig zu machen. Abmachungen, wie die Koppelung der Beschäftigungsbrücke (2000) an die Nichtkündigung der Arbeitszeit (MTV 7), sind schädlich. Ausweitungen der heutigen täglichen Arbeitszeit, z. B. durch Überzeit oder Aufbau von Langzeitkonten, sind beschäftigungspolitisch kontraproduktiv.

Eckpunkte für eine Strategie zur Arbeitszeit müssen sein:

Wir verweisen auf die Entschließung E3 / Arbeitszeitpolitik vom Gewerkschaftstag 1999.

Beispiele:

Unterstützungsunterschriften bitte an folgende E-Mail-Adresse weiterleiten: christa.hourani@t-online.de

Bis jetzt unterstützen folgende IG Metall-Mitglieder diese Erklärung:

Matthias Fritz, Mahle, BR, VK-Leiter; Christa Hourani, DC Zentrale, BR, VKL; Thomas Adler, DC Untertürkheim, BR; Michael Clauss, DC Untertürkheim, BR, VKL; Klaus-Peter Löwen, Alcatel SEL, BR, VK-Leiter; Gertrud Moll, Bosch Feuerbach, BR, VKL; Peter Karcher, Knorr-Bremse, stellvertr. BR-Vorsitzender; Helmut Woda, Bosch Schwieberdingen, BR; Peter Schimke, Bosch Schwieberdingen, BR; Kuno Rogall,Alcatel SEL; Niels Clasen, Roto Frank AG Leinfelden, BR, VKL; Ralph Netzker, Porsche Weissach, VKL; Hans-Juergen Butschler, DC Untertürkheim, BR; Markus Messing, DC Untertürkheim, BR; Mate Dosen, DC Untertürkheim, BR; Hasan Ekinci, DC Untertürkheim, BR; Nicola Monaco, DC Untertürkheim, BR; Witold Müller, DC Untertürkheim, BR; Martin Bott, DC Untertürkheim; Fritz Patig, DC Untertürkheim; Rolf Trautmann, DC Untertürkheim; Francisco Ardila, DC Untertürkheim; Andre Halfenberg, DC Untertürkheim, VKL; Thomas Maier, BRV DELMAG, OV-Mitglied IG-Metall Esslingen; Ulrike Hagenlocher, Alcatel SEL, BR, VKL; Rosi Schwab, Alcatel SEL, VF; Uta Janz, Alcatel SEL, BR; Monika Müller-Bertrand, DC Untertürkheim, BR, VKL; Ursula Seyfferth, Alcatel SEL AG, BR; Heiner Hopfmüller, Alcatel SEL AG, VM IGM; Gerd Goretzky, Behr, VKL; Ole See, Bosch Feuerbach, BR; Michael Faulhaber, BRV Bosch Plochingen; Dorothee Amann, Stv BRV Bosch Plochingen; Thomas Udo Leder, VK Leiter Bosch Plochingen; Dieter Siegmund, Alcatel SEL AG, VL, Ers.BR; Durmus Alici, Bielefeld IG Metall, Vorsitzender vom Ausländerauschuss; Kamil Gömleksiz, Salzburg, MAN-VM; Ergün Durmus, Düsselldorf, DC-VM; Alisan Bahadir, Mannheim, Firma TRW, IG Metall VM; Hüseyin Öncü, Geislingen, WMF-VM; Klaus Eckhardt , INDEX-Werke GmbH & Co. KG, VKL
Peter Hanle, Foxboro Eckardt, BR-Vorsitzender

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