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DER BETRIEBSRAT INFORMIERT
INFORMATION FÜR DIE BELEGSCHAFT DER DAIMLERCHRYSLER AG WERK KASSEL

Herausgeber: Betriebsrat des Werkes Kassel
V.i.s.d.P.: Werner Gerhold ( 2591
Kassel, 15..05.2000

Katze aus dem Sack:

Samstag als Regelarbeitszeit?

 

"Der Achsantrieb für den im Jahr 2003 anlaufenden Vito-Nachfolger NCV2 wird im Produktbereich Achsen gefertigt. Der konkrete Standort für die Fertigung wird von Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen abhängig gemacht."

Diesen Informationsstand hatten Belegschaft und Betriebsrat bis zum 10. Mai. Am 11. Mai nun wurde gegenüber dem BR und der VK-Leitung die Katze aus dem Sack gelassen: H. Topp vom Controlling, als Verantwortlicher für das NCV2-Projekt, stellte das Ergebnis der Voruntersuchung vor.

Geht es nach dem Willen der Werkleitung, soll zukünftig von Sonntag 22.00 Uhr bis Samstag 22.00 Uhr in 18 Schichten gearbeitet werden.

Das heißt:

Der Samstag in der 1. und 2. Schicht und der Sonntag ab 22.00 wird zur Regelarbeitszeit. Mehrarbeitszeitzuschläge entfallen. Bei der Betriebsnutzungszeit von 6 Tagen soll die persönliche Arbeitszeit auf
5 Arbeitstage verteilt werden.

Desweiteren will die WL eine Option auf 21 Schichten für Reparatur und Programmspitzen (Konti-Schicht).

Angewendet werden soll diese Arbeitszeit auf:

Favorisiert wird, den Radsatz, das Ausgleichsgehäuse und das Achsgehäuse in Kassel zu fertigen, wobei die Montage in Vitoria/Spanien erfolgen soll. Der Kostenvergleich fand zwischen Kassel und Vitoria statt. Die Einsparungszielvorgabe des Vorstandes betrug 20 Euro pro Stück (Shareholder Value).

Die einzelnen Einsparungen ergeben sich laut WL aus den 18 Schichten in Kassel mit 12 Euro und der Montage in Spanien mit 7 Euro. Auf den noch fehlenden Euro wird verzichtet!

Durch die Fertigung des NCV2 im Jahr 2003 würden ca. 90 Arbeitsplätze entstehen. Betroffen von diesem 18-Schicht-Modell wären allerdings das 2- bis 3-fache der entstehenden Arbeitsplätze.

Die Werkleitung stellte klar, dass sich die Berechnungen allein auf das Projekt NCV2 beziehen. Mögliche Auswirkungen auf die Sprinternachfolge NCV3 im Jahre 2007 sind zu berücksichtigen.

Die Werkleitung betont, dass die Vorlage ein Projektergebnis ist und bietet Verhandlungen an, die bis zur Sommerpause abgeschlossen sein sollen.

Jetzt ist es an der Zeit gemeinsam für den Betriebsrat, die Vertrauensleute und die Belegschaft ihre eigene Position hierzu zu entwickeln!


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